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Grenzenloser Jubel in Kirchhellen

GRAFENWALD Es war ein Wechselbad der Gefühle. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten den Halbfinalkrimi beim Public Viewing an der Grafenmühle.

Grenzenloser Jubel in Kirchhellen

Trost für den Verlierer. Nach dem Spiel gab es anerkennde Worte für die Anhänger der Türkei.

Deutsche und auch einige türkische Fans hatten sich dort versammelt und schauten gebannt auf die beiden Leinwände und wunderten sich. Die türkischen Fans über das gute Aufspielen ihrer ersatzgeschwächten Mannschaft und die deutschen Fans trauten ihren Augen nicht, welche mittelmäßige Leistung die Nationalelf nach dem guten Spiel gegen Portugal diesmal ablieferte. „Das kann ja was werden“, meinten einige Zuschauer bereits nach den ersten Minuten und schlossen schaudernd die Augen. Ganz so unrecht hatten sie nicht, denn der Jubel war zunächst auf Seiten der türkischen Fans, die fröhlich ihre Fahnen schwangen und sich gegenseitig umarmten.

Fair applaudiert

Trotz der Enttäuschung auf deutscher Seite, gratulierten die Umstehenden den türkischen Fans dennoch und applaudierten fair. „Schweinis“ Ausgleich in der 26. Minute hingegen sorgte für frenetischen und auf Grund der großen Anzahl der Fans etwas lauteren Jubel. Kaum einen Fan hielt es auf den Sitzen und jeder hoffte, dies könnte der entscheidende Durchbruch gewesen sein. Doch das Spiel wurde einfach nicht besser, nach der Pause jedoch wesentlich aggressiver, was für ein allgemeines Kopfschütteln an der Grafenmühle sorgte. „Die sollen Fußball spielen“, meinten die Zuschauer.

„Da kommt noch was“

Der Führungstreffer in der 79. Minute durch Klose sorgte bei den deutschen Fans ein wenig für Erleichterung, aber sie wussten, dass das Spiel noch lange nicht vorbei war. „Warte ab, da kommt noch was“, hieß es, was bei den türkischen Fans für ein nickendes Grinsen auf den Gesichtern sorgte. Und sie sollten Recht behalten. Denn der Ausgleich kurz vor Schluss ließ die Deutschen wieder zittern und die Türken hoffen. Doch bei Lahms Siegtreffer in der 90. Minuten feierten die Deutschen einträchtig, während die türkischen Fans zunächst ihre Enttäuschung nicht verbergen konnten, aber am Ende fair gratulierten und sich zu den Feiernden gesellten.   

 

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