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Jede Kunstrichtung ist bei dem neuen Format im „YOU“ willkomnen

Kunst im Keller

Etwa 40 Jugendliche starteten im „YOU“ mit der „Kunst im Keller“. „Fürs erste Mal war das ganz gut“, zeigte sich Julian Gauda zufrieden mit dem Start der Veranstaltung.

Schermbeck

von Helmut Scheffler

, 24.06.2018
Jede Kunstrichtung ist bei dem neuen Format im „YOU“ willkomnen

An der Gestaltung der ersten Veranstaltung „Kunst im Keller“ im YOU beteiligten sich Marlene Brüggemann, Dominik Schleich, Finn Vengels, Maik Scheidemantel, Finn Jungenkrüger und Torben Weffers (vordere Reihe v.l.) ebenso wie Alexandra Stauch, Cedric Schumacher, Marisa Brüninghoff, Lukas Lankes (zweite Reihe v.l.) sowie Julian Gauda und Patrick Bönki (hinten v.l.). © Helmut Scheffler

Die Jugendliche wollten am Freitagabend (22.6.) im Jugendheim „YOU“ an der Kempkesstege miterleben, welch große Sprachgewalt sich mit geeigneten Worten erzeugen lässt, wenn diese auch noch durch die passende Performance begleitet werden.

Freischaffender Künstler

Julian Gauda hatte in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schermbecker Gesamtschülern gemacht. Der freischaffende Künstler hat mit ihnen in Workshops Poetry Slams vorbereitet, die von den Zuhörern begeistert aufgenommen wurden.

In dem Kreis der Schüler, die sich im März am letzten Wettbewerb im „YOU“ beteiligten, erwuchs die Idee, die Poetry Slams um andere Formen des künstlerischen Umgangs mit der Sprache zu erweitern. Dazu gehört auch die Musik, mit deren Hilfe Worte transportiert werden, die das Denken und Fühlen von Menschen auf der Bühne vermitteln. Die vierköpfige Band „Bloody Left Side“ kam der Bitte der Veranstalter gerne nach, in den Pausen zwischen den Vorträgen der Poetry Slam-Beiträge zum ersten Mal öffentlich aufzutreten. Gitarrist Finn Vengels, Bassist Cedric Schumacher, Schlagzeuger Maik Scheidemantel und Sängerin Marlene Brüggemann begeisterten mit ihren gecoverten Songs, die sie im Musik-Studio des YOU einstudiert hatten.

Poetry Slammer

Im Mittelpunkt des Abends standen die sprachlichen Darbietungen der erfahrenen Poetry Slammer, die, frei vom Druck, in irgendeiner Form zu siegen, aus purer Lust am Jonglieren mit den Worten auf die kleine Bühne traten. Torben Weffers trieb etwa „Das Programm, das alles kann“, zu seinen Betrachtungen über die Gefahren von allzu intelligenten IT-Robotern, die sich nicht damit zufriedengeben, schmutzige Autos zu waschen, verknitterte Hemden zu bügeln und den Hund Gassi zu führen, sondern nach und nach damit beginnen, das emotionale Handeln der Menschen zu steuern.Marisa Brüninghoff gewährte in ihrem Beitrag den Zuhörern einen Einblick in die „Welten in mir“. Lukas Lankes bedauerte die falschen Einstellungen der Zeitgenossen zu dem „Rock’n’Roll“ in der Steinzeit. „Jede Kunstrichtung ist willkommen“, ermuntert Julian Gauda junge Leute, zur nächsten Veranstaltung der „Kunst im Keller“ zu kommen. Er denkt dabei an Poesie und Musikbeiträge ebenso wie ans Schauspielern, einfach an alles, was in irgendeiner Form mit der Sprache.

Wer sich für die Möglichkeiten einer Mitarbeit interessiert, kann sich entweder im YOU in eine Liste eintragen oder online informieren.