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Mehr als 800 Oldtimer kommen nach Schermbeck

Oldtimertag

Die Rekordmarke von 650 Fahrzeugen aus dem Vorjahr haben die Oldtimerfreunde Schermbeck locker geknackt. Das Gelände der Stiftung Lühlerheim war ein großes Open-Air-Museum.

Schermbeck

von Helmut Scheffler

, 02.07.2018
Mehr als 800 Oldtimer kommen nach Schermbeck

Mehr als 800 Oldtimer konnten am Sonntag auf dem Gelände der Stiftung Lühlerheim besichtigt werden. © Helmut Scheffler

„Wir sind hellauf begeistert und sprachlos, wie viele Leute den Weg zu uns gefunden haben“, freute sich der Vorsitzende Sven Schlei über die große Resonanz. Die ersten der mehr als 800 Fahrzeugelenker kamen schon um kurz nach 8 Uhr in der Frühe, um sich einen Lieblingsplatz zu suchen. Besonders groß war der Andrang unter den Bäumen auf der Wiese am Teich. Etwa 35 ehrenamtliche Helfer des Vereins sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Das weite Umfeld des Teiches wurde zu einem Open-Air-Museum der allerfeinsten Art. Der besondere Reiz für die Besucher lag in der Vielfalt der Oldtimer. Autos zahlreicher Herstellerfirmen konnten ebenso in Augenschein genommen werden wie Motorräder, Mopeds, Wohnwagen und sogar Traktoren.

Die Nutzung des Geländes der Stiftung Lühlerheim machte der ehemalige Leiter des Lühlerheim, Heinrich Behma, möglich. Seit 2004 veranstaltete der im Jahre 2003 gegründete Verein in jedem zweiten Jahr einen „Schermbecker Oldtimertag“. Jetzt findet der Oldtimertag in jedem Jahr statt.

Gebündelte Geschichte der Motorisierung

Für die Besucher wurde der Fahrzeugpark zu einer gebündelten Geschichte der Motorisierung im Straßenverkehr, und auch die Oldtimerbesitzer nutzten gerne die Chance, sich ein noch nicht bekanntes Kapitel dieser Geschichte aufschlagen zu lassen, wobei in aller Regel die Besitzer nur allzu gerne über den Erwerb, das Alter und die Umbaumaßnahmen an ihren „Schätzchen“ plauderten. Bewährt hat sich auch die Bitte des Vereins an die Oldtimerbesitzer, am Fahrzeug ein Informationsblatt mit wichtigen Informationen über Baujahr, PS-Zahl, Besitzer und Vorbesitzer zu befestigen und auf technische Besonderheiten zu verweisen.

Mehr als 800 Oldtimer kommen nach Schermbeck

Der Östricher Wilhelm Romswinkel plauderte mit den Besuchern gerne über seine 61-Jahre alte BMW-Isetta, an deren Heck ein Mini-Knick-Mofa befestigt war. © Helmut Scheffler

Im Pulk der Fahrer, die aus ganz Nordrhein-Westfalen angereist waren, entdeckte man auch eine Reihe Oldtimerfreaks aus dem Schermbecker Umland. Stammgäste sind inzwischen die Östricher Wilhelm und Waltraud Romswinkel, die mit einer 61 Jahre alten BMW-Isetta anreisten. Die Isetta als Mischung von Motorrad und Auto wurde von den bayerischen Motorenwerken zwischen 1955 und 1962 produziert. Zu einem Hingucker der besonderen Art wurde ein Mini-Knick-Mofa am Heck der Isetta, das Wilhelm Romswinkel gegen einen Kasten Bier in Gran Canaria eintauschte.

Edelkarosse aus den 30er-Jahren

Der Schermbecker Unternehmer Johannes Besten steuerte eine Isetta zur Ausstellung bei, der Gahlener Karsten Ruloff einen VW Golf 1 Cabrio aus dem Jahre 1986, Elisabeth Schult einen VW Käfer aus dem Jahre 1963 und der Schermbecker Hans-Jürgen Horstmann einen genau 80 Jahre alten DKW F 7, der im Jahre 1938 als eine Art Edelkarosse von betuchten Käufern gefahren wurde. Ein Trabi aus dem Jahre 1989 erinnerte an die ehemalige DDR. Die Alfa-Romeo-Fans reisten gleich als ganze Gruppe an.

Mehr als 800 Oldtimer kommen nach Schermbeck

Mehr als 800 Oldtimer konnten am Sonntag auf dem Gelände der Stiftung Lühlerheim besichtigt werden. © Helmut Scheffler

Historische Traktoren und Motorräder bildeten eigene sehenswerte Abteilungen der Ausstellung auf dem Gelände des Lühlerheims. Gerd-Dieter Lay, Arnd Voß, Marc Dünnhaupt und Jürgen Arndt von den Treckerfreunden Hünxe brachten auch einen Hanomag R 27 aus dem Jahre 1954 zum Lühlerheim mit. Die „Dammer Kolbenfresser“ waren ebenso mit historischen Traktoren vertreten wie die „Treckerfreunde Rees“, deren Mitglied Ernst Maas einen Lanz Bulldog mit Holzlenkrad aus dem Jahre 1954 steuerte. Fünf Dorstener Nachbarn begleiteten Heinrich Fuest mit ihren Traktoren zum Lühlerheim.

Fürs Catering sorgte die Stiftung Lühlerheim, die nicht nur mit einem ordentlichen finanziellen Gewinn abschloss, sondern auch den Tag nutzen konnte, sich einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Unterstützt wurden sie von zehn Mitgliedern der Erntegruppe Weselerwald.

Die Oldtimerfreunde nutzten die Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass jeder Oldtimerfan gerne am ersten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr zum Benzingespräch bei Schult in Östrich kommen kann. Der zehnte Oldtimertag soll im September 2019 stattfinden.