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Virus D in Mission für den Bergbau aktiv

Neue Hymne an die Kumpel

Dorsten Sie waren schon oft in Mission für den Bergbau aktiv – jetzt dürfen die Deutsch-Rocker von „Virus D“ am 1. Mai zur Eröffnung der Ruhrfestspiele auftreten.

Neue Hymne an die Kumpel

Die noch immer in Wulfen probende Deutsch-Rock-Band „Virus D“ wird am 1. Mai zur Eröffnung der Ruhrfestspiele auftreten. Foto: Foto: Marcus Locher

Der am 1. Mai (Dienstag) begangene Volkskulturtag der Ruhrfestspiele wird traditionell mit einer Bergbau-Gewerkschafts-Kundgebung eröffnet. In diesem Jahr findet sogar ein regelrechter „Demonstrationszug“ des Gewerkschaftsbundes am Festspielhaus sein Ende. „Dass wir eingeladen worden sind, nach den offiziellen Reden ab 13 Uhr auf der großen Bühne zu spielen, ist eine große Ehre für uns“, sagt der aus Wulfen stammende Bernd Feller. „Und das machen wir aus echter Verbundenheit mit dem Bergbau natürlich gerne.“

Erfolgreiche Rock-Revue

Dass ausgerechnet die seit mehr als 30 Jahren im Keller eines Wulfener Einfamilienhauses probende Rockband für dieses Großereignis engagiert worden ist, kommt für den Virus-D-Schlagzeuger natürlich nicht gänzlich überraschend. Die Gruppe ist nämlich in Kumpelkreisen legendär: Sie wurde in den 1990er-Jahren überregional bekannt, als sie die Bergbau-Hymne „Erst stirbt die Zeche, dann stirbt die Stadt“ schrieb und ihre gleichnamige Rockrevue bundesweit und jahrelang in zahlreichen Städten vor Hunderttausenden von Zuschauern aufführte.

„Damit waren wir sogar Bestandteil der Ausstellung Rock und Pop im Pott, die im vergangenen Jahr auf Zeche Zollverein in Essen stattgefunden hat“, so Bernd Feller. Der Song wurde auch in das Ruhrgebiets-Liederbuch und -Lexikon des Klartext-Verlags aufgenommen.

Comeback im Jahr 2012

Die Band, die 1987 NRW-Sieger beim „Deutschen Rock-Preis“ war und Anfang des Jahrtausends nach einem großen Abschiedskonzert im Wulfener Gemeinschaftshaus einige Jahre lang pausiert hatte, trat 2012 auf ausdrücklichen Wunsch der Bergleute der Zeche Kamp-Lintfort anlässlich der damaligen Schließung des Bergwerks zum Comeback-Konzert auf. Das sollte eigentlich nur ein einmaliges Zusammentreffen sein, aber: „Seitdem spielen wir wieder regelmäßig zusammen“, so Bernd Feller – in Dorsten zuletzt im Jahre 2014 im Treffpunkt Altstadt.

CD „Neuland“ in der Mache


Inzwischen hat die Gruppe sogar ein neues Album in der Mache: „Neuland“ wird die CD heißen, „und noch im Laufe dieses Jahres auf den Markt kommen“, verspricht Bernd Feller den Fans. Da die Band kürzlich einen Vertrag mit der bekannten Vertriebsfirma „Bellaphon“ unterzeichnet hat, sind übrigens auch die alten Virus-D-Tonträger inzwischen bei den gängigen Internet-Streaming-Diensten erhältlich.

Bernd Feller würde sich natürlich freuen, wenn „Virus D“ die aktuellen Neuland-Stücke schon bald bei einem Konzert in seiner Heimatstadt vorstellen dürften: „Gerne natürlich irgendwo auf dem ehemaligen Zechengelände.“ Denn beim Ruhrfestspiel-Auftritt am 1. Mai werden die Musiker die eigens für die Bergleute geschriebene neue Hymne vorstellen, die auch bestens zum Dorstener Creativ-Quartier passen würde. Sie heißt: „Der Bergbau geht, der Kumpel bleibt.“

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