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Pudding und Quark werden knapp

DORSTEN / WULFEN Das "weiße" Sortiment in Dorstens Kühlregalen lichtet sich: "Am Mittwoch werden wir noch mal beliefert, aber ab Donnerstag wird´s eng", bringt Uli Schulten die Situation in seinem Wulfener Rewe-Laden auf den Punkt.

Pudding und Quark werden knapp

Monika Hackenberg und Tochter Lorena haben sich schon mit Milch eingedeckt.

Die Auswirkungen des Kampfes, den die Milchbauern um höhere Preise führen, kommt jetzt auch beim Verbraucher vor Ort an. Bauer-Joghurt gibt´s schon jetzt nicht mehr und die H-Milch ist so gut wie ausverkauft. "Es wird Zeit, dass die Bauern gutes Geld für ihre Produkte bekommen", zeigt Uli Schulten durchaus Verständnis für die Situation. Ärgern tut sich der Geschäftsmann über etwas ganz anderes: "Die Kunden sehen uns oft als Buh-Mann an, dabei sind die Preistreiber die großen Discounter."

Eng im Sortiment

Pudding und Quark trifft´s zuerst, dann fließt die H-Milch den Bach hinunter - so fasst Udo Weyerstahl die Beobachtungen zusammen, die er zurzeit in seinem Edeka-Geschäft an der Seikenkapelle macht. "Wenn der Streik nicht schnell endet, wird´s schon am Wochenende eng im Sortiment", ist sich der Kaufmann sicher. Hamsterkäufe hat er allerdings noch nicht bemerkt: "Bis jetzt haben wir ganz normal bestellt."

Hamstern bringt nichts

"Hamstern bringt auch wenig, denn mit Frischprodukten von kurzer Haltbarkeit kann man sich nicht bevorraten", weiß Ralf Honsel, Chef der Rewe-Lebensmittelmärkte in Holsterhausen und Rhade. Fünf von insgesamt 350 Artikeln seien bei ihm am Dienstagmorgen nicht angeliefert worden: "Das fällt nur dem Kunden auf, der ganz gezielt nach einem Produkt sucht, das dann fehlt", empfiehlt der Geschäftsmann auf Alternativen auszuweichen. Milch sei noch ausreichend vorhanden. Versorgungsprobleme gebe es nur, wenn die Bauern weiterhin die Molkereien durch Sperrung der Zuwege an der Auslieferung hindern würden: "Das ist kein Streik, das sind illegale Blockaden!"

Detlef Gottschalk, Geschäftsführer des Toom-Verbrauchermarktes am Platz der Deutschen Einheit, lässt sich von der umstreikten Milch jedenfalls nicht die gute Laune versäuern: "Wir haben keine Probleme", blickt er voll Gottvertrauen auf die Konzernleitung, "das regelt alles unsere Zentrale."

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