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Kaufleute in Dorsten fürchten Umsatzeinbußen durch Dauerbaustelle

So will die Politik den Altstadt-Kaufleuten helfen

Dorsten Die Konkurrenz im Internet verkauft ihre Waren rund um die Uhr und liefert direkt an die Haustür. Supermärkte und Discounter haben das Obst- und Gemüseangebot deutlich ausgeweitet. Die Sorge ist groß in der Altstadt, dass eine Baustelle vor der Geschäftstür noch mehr Umsatz kostet, dass ein zeitweiser Umzug des Marktstandes Stammkunden vertreibt. Jetzt gibt es Hilfe von politischer Seite.

So will die Politik den Altstadt-Kaufleuten helfen

Die Fußgängerzone in der Dorstener Altstadt wird in den nächsten drei Jahren umgebaut. Viele Kaufleute und Markthändler fürchten Umsatzeinbußen durch die Baustelle. Foto: www.blossey.eu

So notwendig die Umgestaltung der Fußgängerzone auch sein mag und so schön die Altstadt in etwa drei Jahren vielleicht ist – der Weg dorthin wird für Kaufleute und Markthändler steinig. CDU, Grüne und FDP bezeichnen ihre gemeinsame Initiative deshalb als „notwendiges Zeichen, dass uns die Innenstadt am Herzen liegt“. Bernd Schwane, Vorsitzender der Christdemokraten, räumte am Donnerstag aber auch ein: „Alle Probleme werden wir sicherlich nicht lösen können.“

Es sind drei Vorschläge, die die Stadtverwaltung während der Haushaltsplanung für 2019 und 2020 prüfen soll:

  • Die Markthändler, die während der Bauphase ihren bekannten Standplatz vorübergehend verlassen müssen, sollen zeitlich befristet weniger Standgebühren bezahlen.

  • Die Sondernutzungsgebühren, zum Beispiel für Werbe- und Verkaufsstände und Auslagen der Geschäfte in der Fußgängerzone, werden zeitlich befristet reduziert.

  • Die Parkgebühren in der Innenstadt könnten reduziert oder aufgehoben werden. Denkbar sei zum Beispiel, schreiben die drei Fraktionen in ihrem Antrag, freies Parken ab 16 Uhr oder bis 12 Uhr zu ermöglichen.

Thomas Hein, Vorsitzender der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA), begrüßte die Ideen der drei Fraktionen ausdrücklich: „Das ist toll, es wird ja auch eine schwere Zeit für uns. Das freie Parken vor den verkaufsoffenen Sonntagen war ja schon ein erster Schritt.“ Hein würde sich freuen, wenn bei den Überlegungen im Rathaus auch die Gebühren, die bei Stadtfesten zu zahlen sind, berücksichtigt würden.

Dass die Altstadt bevorzugt wird, wollen Bernd Schwane und seine Kollegen Susanne Fraund (Grüne) und Tristan Zielinski (FDP) so nicht stehen lassen. „Wir behalten uns vor, bei vergleichbaren großen Baumaßnahmen in anderen Stadtteilen ähnliche Lösungen prüfen zu lassen.“

Die Umgestaltung der Fußgängerzone ist Teil des Programms „Wir machen Mitte“. Sieben Fakten zum Innenstadtausbau können Sie hier nachlesen.

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Die Fußgängerzone in der Dorstener Altstadt wird in den nächsten drei Jahren umgebaut. Viele Kaufleute und Markthändler fürchten Umsatzeinbußen durch die Baustelle.

Foto: www.blossey.eu

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