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Wer kennt die Ex-Dorstenerin Cornelia „Conny“ Enbergs?

Familie aus Berlin bittet um Hilfe

Cornelia „Conny“ Enbergs, eine Ex-Dorstenerin, hat ihr Gedächtnis verloren. Die Familie will ihre Lebensgeschichte rekonstruieren und ist auf Hilfe von Menschen angewiesen, die sie aus ihrer Kindheit und Jugend kennen.

Dorsten

von Michael Klein

, 06.06.2018
Wer kennt die Ex-Dorstenerin Cornelia „Conny“ Enbergs?

Dieses Bild zeigt Cornelia Enbergs (links, mit roter Bluse) 1977 im Kreis von damaligen Dorstener Freunden. © privat

Vor drei Jahren, am 25. Juni 2015, erlitt die gebürtige Dorstenerin Cornelia „Conny“ Enbergs einen Herzinfarkt. Seitdem hat die mit ihrer Familie in Berlin lebende 57-Jährige auch nach diversen Behandlungen und Operationen keine Erinnerungen mehr an ihr früheres Leben.

Lebensgeschichte zurückgeben

Nachdem sie inzwischen nicht mehr künstlich ernährt werden muss, wollen die Angehörigen der Ehefrau und Mutter deren Lebensgeschichte zurückgeben. Und dabei ist die Familie auf Mithilfe von Menschen angewiesen, die Conny Enbergs aus ihrer Kindheit und Jugend in Dorsten kennen. „Wir wollen ihr Leben rekonstruieren“, schreibt uns der Ehemann: „Ein kompliziertes Manöver, das meinen auch die Neurologen und Neuropsychologen, die uns helfen, diesen langen Weg zu gehen.“ Aber er sei machbar. „Sie erkannte anfangs weder mich noch unsere beiden Söhne, inzwischen hat sie uns aber neu kennengelernt.“

Aber was ist mit all dem Erlebten, das die eigene Person ausmacht? Denn gerade die spätere Kindheit und die Pubertät seien sehr prägend, sagt der Ehemann. Deswegen soll seine Frau erfahren, was sie damals alles erlebt hat. Nur: Es gibt kaum Fotos aus dieser Zeit und Kontakte zu Weggefährten kamen abhanden. Deshalb erhofft er sich Unterstützung von Lesern unserer Zeitung, die Conny Enbergs von früher kennen.

Nur aus Erzählungen

Denn der Ehemann lernte Conny Enbergs erst kennen, als diese mit 18 Jahren bereits erwachsen war. Von früheren Stationen ihres Lebenslaufes weiß er nur aus Erzählungen. Die 1961 geborene Cornelia Enbergs wuchs demnach in der Martin-Luther-Straße in Holsterhausen auf, besuchte die Wilhelmschule, die spätere Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinschaftshauptschule unter Klassenlehrer Heinz Wiemann. Dort machte sie in den Arbeitsgruppen Tanzen und Fotografieren mit. Ihre Kindheit verbrachte sie überdies im Emmelkamp, in der Reithalle in Dorsten (seinerzeit Ranch genannt) oder sonntags beim Gottesdienst in der St. Antonius-Kirche, wo sie auch Kommunion feierte.

Das Schulpraktikum absolvierte Conny Enbergs im damaligen Ida-Stift.

Feuerwehr und Schützenverein

„Zu ihrer Welt gehörte die Feuerwehr Holsterhausen ebenso wie der Schützenverein“, so der Ehemann. Ihre Mittlere Reife erhielt Conny Enbergs an der Berufsfachschule für Ernährung- und Hauswirtschaft unter Direktor Leopold Vennemann – während einer Zeit, die sie vor allem in der Stube („De godde Stouwe“) und bei Kanalfeten verbrachte. Gesucht werden Mitschüler, Freunde, Bekannte, die sich noch an Conny Enbergs erinnern können.

Fotoalben und Briefe

Und in deren Fotoalben sich vielleicht noch Klassenfotos oder Bilder von anderen Begegnungen befinden, oder bei denen sich noch Briefe oder Einträge in Poesiealben erhalten haben. „Auch konkrete Erlebnisse, an die man sich erinnert, sind uns wichtig.“ Aus diesen Erinnerungen will die Familie ein Album gestalten. Inzwischen nimmt Cornelia Enbergs nach Angaben ihres Mannes „so gut, wie sie gerade kann“ am Familienleben teil.

„Anfangs konnte sie weder Löffel noch Gabel halten, sie wusste nicht einmal, was sie damit machen soll“, sagt ihr Mann: „Denn Orientierung korrespondiert mit dem Gedächtnis.“ Auch heute seien immer noch Stichworte nötig, damit seine Frau weiß, wie gewisse Dinge funktionieren. „Jetzt lacht sie viel mehr als früher“, sagt er, „das macht die Situation viel einfacher“.

Wer den Ärzten und der Familie helfen möchte und Erinnerungen an Cornelia Enbergs beisteuern kann, der kann an folgende eigens dafür eingerichtete E-Mail-Adresse schreiben.