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Greifvogel attackiert Joggerin

Am Steinwerk in Holsterhausen

Eine Joggerin aus Holsterhausen wurde am Mittwochmorgen (6.6.) auf der Straße „Am Steinwerk“ in der Nähe des Hofes Budde von einem Greifvogel, möglicherweise einem Bussard, attackiert.

Holsterhausen

von Bianca Glöckner

, 06.06.2018
Greifvogel attackiert Joggerin

© dpa

Die Frau, die ihren Namen hier nicht lesen will, schildert die Situation so: „Ich habe den Vogel gar nicht bemerkt. Er kam von hinten angeflogen und berührte mich mit einer Kralle am Hinterkopf. Ich bin weitergelaufen und wurde noch zwei weitere Male angegriffen.“ Die Holsterhausenerin bittet andere Jogger oder Spaziergänger, diesen Bereich zurzeit zu meiden.

Vögel im Ästlingsstadium

Niels Ribbrock, stellvertretender Geschäftsführer der Biologischen Station des Kreises Recklinghausen in Lembeck, sagt auf Nachfrage, dass solche „Scheinattacken“ zurzeit durchaus vorkommen können. Er erklärt: „Im Moment sind die Jungvögel im sogenannten Ästlingsstadium. Das bedeutet, dass sie das Nest bereits verlassen haben, jedoch auf Ästen sitzen und von den Altvögeln weiterversorgt werden.“ Die Jungvögel können auch auf dem Boden sitzen, die Elterntiere seien natürlich noch sehr wachsam und verteidigen die Jungvögel.

Hunde sind eher eine Gefahr

Echte Angriffe, bei denen Menschen verletzt werden, seien aber selten. „Vor allem betroffen sind Hunde, weil diese von den Vögeln eher als Gefahr wahrgenommen werden“, sagt Ribbrock. Er rät, diesen Bereich in Holsterhausen für ein bis zwei Wochen zu meiden. Grundsätzlich rät er: „Sollte es zu einer Greifvogelattacke kommen, sollte man ruhig weiter laufen.“ Auf gar keinen Fall sollte man panikartig mit den Armen fuchteln.