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Verdi ruft erneut zum Warnstreik in Dortmund auf

Am Dienstag droht erneut der Stillstand bei Bus und Bahn

Dortmund Große Teile des öffentlichen Lebens in Dortmund drohen am Dienstag, 10. April, wieder stillzustehen: Mit „massiven Warnstreiks“ will die Gewerkschaft Verdi Arbeitgeber von Bund und Kommunen dazu bewegen, ein deutlich besseres Angebot für die Angestellten vorzulegen.

Am Dienstag droht erneut der Stillstand bei Bus und Bahn

Zuletzt hatte Verdi am 20. März mit einem Warnstreik die eigene Verhandlungsposition stärken wollen. Foto: Stephan Schütze

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will am 10. April „mit massiven Warnstreiks“ ein neues Verhandlungsangebot von Bund und Kommunen erzwingen. Davon betroffen sind vor allem die öffentlichen Dienste, die  Stadtverwaltung einschließlich der Kindertagesstätten und des Theaters, die Sparkasse Dortmund, EDG, DSW21 und DEW21 sowie die Städtischen Seniorenheime, das Klinikum Dortmund und die Agentur für Arbeit. Das hat der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Westfalen, Michael Bürger, in einer Pressemitteilung angekündigt.

„Für die Fahrgäste in Dortmund bedeutet das, dass sämtliche Stadtbahn- und Buslinien am Dienstag, dem 10. April, nicht fahren werden“, heißt es in einer Stellungnahme von DSW21. „Dies gilt vom Betriebsbeginn (etwa 3.30 Uhr) bis Betriebsende (etwa 1.30 Uhr).“ Die Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien im Verkehrsgebiet der DSW21 sowie die H-Bahn an der TU Dortmund seien vom Streik nicht betroffen.

Streiks im Kreis Recklinghausen und Unna aber nicht in Bochum

Auch bestreikt werden die Verkehrsbetriebe im Kreis Recklinghausen. Busse und Bahnen bleiben dort im Depot. Gleiches gilt für die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU). Die Bogestra in Bochum und Gelsenkirchen hatte zunächst nur eine Streikwarnung veröffentlicht. Am Freitag teilte das Unternehmen mit, dass es im Bogestra-Gebiet keine Streiks geben werde. Die Gewerkschaft habe dort aus „taktisch-strategischen Gründen nicht zum Streik aufgerufen“. In Essen hingegen führt der Streik wie in Dortmund dazu, dass dort kein Nahverkehr von der Ruhrbahn angeboten wird.

„Jetzt nachlegen und den Druck erhöhen“

„Noch eine Verhandlungsrunde ohne Angebot und ohne Ergebnis darf es nicht geben“, sagt Bürger weiter. Kolleginnen und Kollegen seien es leid, „dass sich die Arbeitgeber noch immer vor ernsthaften Verhandlungen drücken und nur auf Zeit spielen“. Nach eigener Einschätzung hätten die Warnstreiks Mitte Mai nicht ausgereicht, nun müsse man „jetzt nachlegen und den Druck erhöhen“. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. April geplant. 

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„Darüber hinaus werden an diesem Tag auch die streikenden Beschäftigten aus vielen Nachbarstädten und -kreisen in Dortmund zu Gast sein“, so Bürger weiter. Verdi rechnet mit etwa 15.000 Gewerkschafter, die zwischen 9 und 11 Uhr in sechs Demonstrationszügen durch die Innenstadt bis zum Südwall ziehen wollen.

Abschlusskundgebung mit Gabi Schmidt

Dort sei 11.30 Uhr eine Abschlusskundgebung mit Gabi Schmidt, Landesleiterin von Verdi NRW als Hauptrednerin geplant. Bereits um 9.15 Uhr soll an der Kampstraße/Ecke Katharinentor eine Auftaktkundgebung für streikenden Sparkassen-Mitarbeiter aus Nordrhein-Westfalen stattfinden.

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Verdi fordert für die rund 2 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Anhebung der Gehälter um 6 Prozent, mindestens aber um 200 Euro monatlich.

Außerdem setzt sich die Gewerkschaft für die Erhöhung der monatlichen Auszubildendenvergütungen um 100 Euro sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden ein.

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