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Arztbesuch mit Folgen

Lindenhorst Junge oder Mädchen? Das ist hier die Frage. Als Michelle einem experimentierfreudigen Arzthelfer in die Hände fällt, ist für ihn nichts mehr wie zuvor.

Das Theaterstück "Boy oder Girl?", welches die jugendlichen Teilnehmer des Projektes "Just" in der Kulturwerkstatt Lindenhorst aufführten, scheute keine konfliktträchtigen Themen.

"In dem Projekt geht es darum, junge Menschen durch kulturelle Bildung im Rahmen der Jugendberufshilfe zu stärken, ihre Interessen zu wecken und alternative Lernmöglichkeiten aufzuzeigen", erklärte die Theaterpädagogin Dorit Koch, die das Kooperationsprojekt der GrünBau GmbH und der dobeq GmbH leitet.

Eigene Ideen

Die Aufführung, die komplett aus den eigenen Ideen der Jugendlichen entstand, sollte vor allem zum Nachdenken anregen: Michelle ist sauer, weil eine Kollegin die fällige Beförderung eingeheimst hat. Das Fernsehprogramm ödet ihn an, mörderische Halsschmerzen hat er dazu. Nach einem kuriosen Arztbesuch erkennen ihn seine besten Freunde auf einmal nicht mehr: Eine defekte Maschine hat Michelle in ein Mädchen verwandelt.

Turbulente Aktion

Doch damit nicht genug - als ihn (oder sie?) die Polizei kontrolliert, wird er festgenommen und muss sich anschließend vor Gericht erklären. Mit viel Glück und kreativen Einfällen geht es dann am Ende doch gut aus, weil Michelle den Erfinder der Maschine ausfindig macht und in einer turbulenten Aktion wieder zurückverwandelt werden kann.

Wichtig war für das Projekt, dass die Jugendlichen sowohl künstlerisch als auch handwerklich zum Einsatz kamen. Ob Kulissenbau, Kostüme, Maske oder die Darstellung - die 15 Teilnehmer hatten in allen Bereichen die Federführung.

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