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Austoben mal ganz anders

Derne "Das war super, ihr habt mich wirklich überzeugt", lobt Rektor Klaus Buchbinder die Schüler, die sich, wie jeden Montagmorgen, zum Tanz-Training bei Choreografin Birgit Götz versammelt haben.

Dem Schulleiter ist dieses Projekt ganz besonders ans Herz gewachsen: Durch Lehrermangel gebe es kaum Musikunterricht an Hauptschulen und insgesamt komme der künstlerisch-darstellerische Bereich zu kurz, meint er. Durch das Landesprogramm Kultur und Schule hat sich das geändert.

Theaterwelt

Seit fast einem Jahr besucht die Choreografin die 5. Klasse, um mit ihr modernen Tanz einzustudieren. "Wir haben die Tanzstunden auf den Montag morgen gelegt, damit sich die Schüler nach dem Wochenende so richtig austoben können", sagt Sozialpädagogin Nicole Zuschlag, die bereits seit 1993 an der Schule beschäftigt ist. Außerdem waren einige der Kinder noch nie im Theater: "Das geht wohl in der Computerwelt unter", fügt die Choreografin hinzu.

Das Projekt ist bislang so erfolgreich, dass Schulleiter Buchbinder seinen Schülern eine Verlängerung ankündigen konnte. "Und ich bin gern wieder dabei", sagt Birgit Götz. "Das Tanzen ist eine tolle Gelegenheit für die Schüler, sich auch ohne Wörter ausdrücken zu können. Das ist ganz besonders für Schüler mit Migrationshintergrund nützlich."

Außerdem steht die Zusammenarbeit an erster Stelle. "Das ist kein Wettkampf, kein 'höher, schneller, weiter'. Einige sind vielleicht enttäuscht, wenn es nicht gleich alles aussieht wie bei Musikvideos im Fernsehen, aber bei vielen wird dadurch auch der Ehrgeiz geweckt."

Und langsam wird es ernst für die junge Tänzergruppe. In einer Woche findet bereits die Generalprobe für ihren ersten Auftritt statt: Am 18. Juni wird die Klasse bei Big Spot im Theater im Depot auftreten und dort - zusammen mit Schülern anderer Schulen - die Ergebnisse des Projekts Kultur und Schule vorstellen.

Ohne Konkurrenz

Hier bekommen sie die Gelegenheit, sich gegenseitig zuzusehen, ohne dass sie mit einander konkurrieren müssen. "Für die meisten Schüler wird dies das erste Mal sein, dass sie selbst auf einer Bühne stehen, und das ist wichtig, denn sie sind auch das Publikum von morgen", erklärt Birgit Götz.

Aufgeregt sind die Fünftklässler natürlich, aber Klaus Buchbinder versichert: Es ist nicht schlimm, wenn etwas nicht ganz klappt. "Ihr habt Spaß dabei, das kann jeder sehen. Und das ist wichtig". Alexa Kasparek

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