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Bundespolizei gibt Tipps zum Schutz vor Langfingern

Taschendiebstahl

Ferienzeit ist Reisezeit - der ÖPNV und öffentliche Plätze sind dann voller als sonst. Gerade in großen Menschenansammlungen gilt es aufmerksam zu sein, denn hier sind viele Taschendiebe unterwegs.

Dortmund

von Anna-Lena Roderfeld

, 13.07.2018

Die Bundespolizei warnt vor Langfingern auf Beutefang - gerade jetzt, zu Beginn der Ferien, wo Urlauber mit viel Gepäck unterwegs sind. Auch Thomas Schäfer, Geschäftsführer vom Handelsverband NRW in Dortmund, weiß: „Jetzt zum Ferienbeginn sind die Züge voll, und natürlich auch Bahnhöfe und Flughäfen.“ Ob die Anzahl an Taschendiebstählen in diesem Jahr bisher zu- oder abgenommen habe kann er nicht sagen, „da gibt es eine hohe Dunkelziffer, und die Fälle sind von Jahr zu Jahr schwankend.“

Bei Großveranstaltungen passiert mehr

Gefühlt passiere bei großen Veranstaltungen wie GourmeDo mehr, auch weil die Leute leichtsinniger würden. Ihm sei zum Beispiel aufgefallen, dass viele mit offenen Rucksäcken und Taschen herumliefen. Schon dem Durchschnittsbürger sei es in dem Fall ein Einfaches, Wertgegenstände zu entwenden, von den „Professionalisierten“ ganz zu schweigen.

Auch was Smartphones angeht warnt Schäfer: „Die Taschen sind heute recht klein, die Handys recht groß. Das guckt gerne mal aus der Hosentasche hervor.“ Besser sei es, das Smartphone in einer geschlossenen Tasche nah am Körper zu deponieren und generell nichts offen herumzutragen.

Taschendiebstahl eines der häufigsten Delikte

1254 Fälle von Taschendiebstahl gab es 2017 im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Dortmund. Neben Autoaufbrüchen, Fahrraddiebstählen und Sachbeschädigungen zählt Taschendiebstahl zu den häufigsten Delikten in Großstädten. Im April ereignete sich in der Dortmunder Innenstadt ein Taschendiebstahl der besonderen Art. Vor einem Restaurant am Alten Markt interessierten sich ein 18- und ein 25-jähriger Mann auffällig für die Handtaschen der anwesenden Gäste. Was sie nicht wussten: Dort waren 20 Taschendiebstahlfahnder der Bundespolizei zusammengekommen, um ihren langjährigen Leiter in den Ruhestand zu verabschieden. Und diese erkannten die beiden Männer, die in der Vergangenheit bereits bei weiteren Diebstählen erwischt worden waren. Zwei der geladenen Bundespolizisten observierten die Männer und nahmen sie nach dem Diebstahl eines Smartphones fest.

Tipps der Bundespolizei

Da derlei Zufälle nicht ständig passieren, appelliert die Bundespolizei an Bürger, sich vor allem selbst zu schützen. Maßnahmen dazu sind:

  • Geld und andere Wertsachen stets eng am Körper tragen, und in verschlossenen Innentaschen verstauen.
  • Taschen und Rucksäcke im Gedränge vor dem Körper tragen.
  • Stets Körperkontakt zum Handgepäck halten.
  • Nur soviel Bargeld mitnehmen, wie man braucht.
  • Niemals EC-Karte und Pin-Nummer zusammen aufbewahren.
  • Sensibel und achtsam sein, wenn man angerempelt und die Kleidung scheinbar unbeabsichtigt beschmutzt wird.
  • Bei Abhebungen an Geldautomaten nicht ablenken oder in ein Gespräch verwickeln lassen. Das Tastenfeld bei der Pin-Eingabe abdecken und unmittelbar vor den Geldautomaten stellen.
  • Sollte der Geldautomat manipuliert sein: Abhebevorgang abbrechen und die Polizei informieren.
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