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Neues Geschäft im Klinikviertel

Das U-Nikat vereint viele Läden in einem

DORTMUND Das U-Nikat im Klinikviertel ist ein neuer Shop. Ein Café. Ein Veranstaltungsort. Und ein Treffpunkt für Kreative. Vor allem will der Laden einzigartig sein. Doch die beiden Macher treten ein schweres Erbe an.

Das U-Nikat vereint viele Läden in einem

Markus Philipp (l.) und Carsten Gritzan in ihrem neuen Laden U-Nikat im Klinikviertel. Foto: Foto Jana Klüh

Das, was Markus Philipp und Carsten Gritzan an der Kleinen Beurhausstraße 2 geschaffen haben, ist der moderne Gegenentwurf zu dem Geschäft, das es hier zuvor gab.

Jahrzehntelang war in dem Eckhaus an der Kleinen Beurhausstraße ein Wäschegeschäft. Ein klassisches Fachgeschäft, wie es das früher eben gab. Vor etwas mehr als einem Jahr ist die Besitzerin Ingeborg Neumann gestorben, mit ihr ging auch der Laden, bei dem die Unterhosen reihenweise im Schaufenster hingen und zu jedem BVB-Spiel zwei dicke Stoffbären mit schwarzgelbem Schal im Sessel hinter der Tür saßen.

Gürtel mit Flugzeug-Gurt-Schnallen

Seit etwas mehr als einem Monat sind die Türen wieder offen. Aus dem Wäsche-Fachgeschäft ist ein Concept-Store geworden. Ein Laden, der von allem ein bisschen bietet.

Auf den ersten Blick ist U-Nikat vor allem ein Shop für hübsche Dinge. Es gibt Accessoires und Deko, Kinderspielzeug, Karten, Geschenkartikel. Vieles kommt von jungen Designern, einige sind hier aus der Region. Von einem Berliner Unternehmen etwa kommen Gürtel mit Flugzeug-Gurt-Schnallen.

U-Nikat hat einen eigenen Kaffee

Eine Bochumer Firma macht Fliegen aus Seide. Eine ganze Menge Upcycling-Produkte kommen von dem Dortmunder Label Tanz auf Ruinen. Nach dem Pop-Up-Prinzip sollen demnächst auch Designer selbst Flächen im Laden mieten und mit ihren Produkten für eine gewisse Zeit gestalten können.

Im Eingangsbereich stehen ein paar Tische und Stühle, auch in der Fensterbank kann man es sich gemütlich machen. Hier ist der Café-Bereich. Die beiden U-Nikat-Macher bieten, in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Kaffeerösterei Neues Schwarz, ihren eigenen Kaffee an. Bald soll es dazu auch mal ein Stück Kuchen geben.

Ein Ort für die Kreativen

Neben einer Kleiderstange mit Pullis und T-Shirts steht ein Computer. Ab Dezember können sich Besucher daran ihre eigene Kleidung designen. „Jeder soll sich so sein Unikat erstellen können“, sagt Markus Philipp.

Der 49-Jährige kommt, ebenso wie Carsten Gritzan (45) aus der Kreativ-Branche, betreibt eine Medienagentur. Carsten Gritzan arbeitet als Grafiker und Illustrator. „Wir wollen die Kreativen hier im Laden haben“, sagt er. Deshalb möchten sie ihren Laden auch für Veranstaltungen öffnen.

Einen Termin, ein Treffen zum gemeinsamen Zeichnen und Bietrinken, gab’s schon. Am 16. Dezember folgt die nächste Veranstaltung, ein Bastel-Workshop für Kinder. Die kleinen Teilnehmer bauen sich dann Fantasiewesen aus altem, kaputten Spielzeug und so einigen Hilfsmitteln.

Lesungen und Konzerte sind angedacht

Demnächst können sich die beiden Macher zudem Lesungen und gemütliche Wohnzimmerkonzerte im U-Nikat vorstellen.

An Ingeborg Neumann und ihren Wäscheladen würden noch immer viele denken, die hier rein kommen, sich umsehen in den neugestalteten Räumen, sagt Carsten Gritzan. „Es ist ein hartes Erbe“, sagt er.

Aber er und Markus Philipp sind sicher, dass sie mit ihrem Konzept das Viertel bereichern können.

Der Laden U-Nikat, Kleine Beurhausstraße 2, ist dienstags bis freitags von 11 bis 14 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet, samstags 11 bis 15 Uhr.

Der Workshop „Bau dein Wesen“ am 16. Dezember (Samstag) beginnt um 15 Uhr. Die Teilnahme kostet 15 Euro.

Der Workshop ist für Kinder von sechs bis zwölf Jahre geeignet. Die Plätze sind begrenzt. Anmeldung unter hallo@u-nikat.de

Weitere Infos gibt es hier.

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