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Die spektakuläre Luftreise eines Dortmunder Filmemachers über ein Riesenland

Freddie Röckenhaus zeigt Doku-Projekt „Russland von oben“

Die Dortmunder Filmemacher und Journalisten Petra Höfer und Freddie Röckenhaus haben nach ihrer vielfach preisgekrönten Terra-X-Reihe „Deutschland von oben“ ein einzigartiges Doku-Projekt gestemmt: „Russland von oben“.

Dortmund

von Gaby Kolle

, 16.06.2018
Die spektakuläre Luftreise eines Dortmunder Filmemachers über ein Riesenland

Der Dortmunder Journalist und Filmemacher Freddie Röckenhaus hat gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau Petra Höfer nach der preisgekrönten Doku „Deutschland von oben“ den Film „Russland von oben“ gemacht – ein bisher einzigartiges Unternehmen. © Dieter Menne

Die Wildgänse haben es schon immer gewusst: Der kürzeste Weg zwischen Russland und Deutschland führt über die Ostsee, dort entlang, wo auch die Gas-Pipeline Nord Stream unter Wasser herläuft. Die Gänse fliegen alljährlich zum Brüten auf die russische Insel Kolgujew in der östlichen Barentssee. Nicht zuletzt diese Filmszene mit den Wildgänsen aus der Erfolgsreihe „Deutschland von oben“ überzeugte die Manager von Gazprom im November 2016, das nächste Doku-Projekt der Dortmunder Filmemacher Petra Höfer und Freddie Röckenhaus finanziell zu unterstützen - ein wahrhaft großes Projekt.

„Russland von oben“, das ist ein Vielfaches von „Deutschland von oben“, schon allein flächenmäßig. 7000 Kilometer, 11 Zeitzonen – die Luftreise über das größte Land der Erde war ein bisher einmaliges Unternehmen. Es führt mit atemberaubenden Bildern von Kaliningrad an der Ostsee bis zur Meerenge der Beringstraße in Sichtweite Alaskas.

„Russland von oben“ wurde vorab im U gezeigt

Einen Vorgeschmack auf die Erstausstrahlung der 90-minütigen Dokumentation aus der Erfolgsschmiede im Saarlandstraßen-Viertel gab es am Mittwoch im Kino im U. Russland aus der Vogelperspektive zu zeigen, sei eine geniale Idee, um zu demonstrieren, wie unterschiedlich Russland in seinen Grenzen sei, sagte Gazprom-Manager Ilya Kochevrin. Moderne Technik ermögliche es, Dinge zu sehen, „die man vorher nie gesehen hat, auch Russen nicht“.

Gedreht wurde aus Hubschraubern und mit modernsten Luftbild-Spezialkameras, die die endlosen, menschenleeren Weiten, den Baikalsee ebenso wie das Wolgadelta, aber auch Großstädte wie Moskau und St. Petersburg im Bild festgehalten haben und den Betrachter dazu kleine Geheimnisse entdecken lassen.

Ein Gespür für Russland

Dieses schier unendliche Land in 90 Minuten zu packen, gehe eigentlich nicht, sagt Freddie Röckenhaus. Und trotzdem ist es ihm und seiner vor einem Jahr verstorbenen Frau Petra Höfer gelungen, zumindest eine Ahnung davon zu vermitteln. „Man bekommt ein Gespür von Russland, das man nie gehabt hat“, sagt Röckenhaus.

Mithilfe von Nahaufnahmen schaut man Arbeitern in der Kälte Sibiriens über die Schulter und Bergsteigern im Altaigebirge, folgt den Eisbrechern im arktischen Jamal und blickt auf die Menschen in Norilsk, der härtesten Industriestadt der Welt.

Die Braunbären auf der ostasiatischen Halbinsel Kamtschatka beim Lachsfang zu beobachten, macht ebenso viel Freude wie der Blick auf die Eisbären, die auf der verwunschenen Polarinsel Wrangel ihre ersten Spaziergänge mit dem Nachwuchs unternehmen.

Die Doku wird am 5. Juli auf Arte ausgestrahlt

Auch wenn der Termin der Erstausstrahlung der Dokumentation auf dem Fernsehsender Arte am 5. Juli sicherlich nicht zufällig gewählt ist – die Einblicke in das Riesenland sind auch abseits der Fußball-Weltmeisterschaft faszinierend. Kommentiert sind die Bilder mit kurzen, einprägsamen Texten und untermalt mit Orchestermusik, die – wie schon in „Deutschland von oben“ – Boris Salchow komponiert hat.

Die Doku endet mit den Eisbären auf Wrangel. „Wenn Russland irgendwo zu Ende ist“, heißt es in dem Film, „dann ist es hier“. Aber man möchte noch mehr sehen.

Die Dokumentation „Russland von oben“ der Dortmunder Produktionsgesellschaft Colourfield wurde gemeinsam mit ZDF, Arte und Gazprom produziert. Sie wird in verschiedenen Versionen in andere Länder international vermarktet. Auch eine Kinoversion ist geplant. Die Erstausstrahlung der 90-Minuten-Version ist am 5. Juli, 20.15 Uhr auf Arte.
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