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Pläne für Bauprojekt in Lanstrop

Dortmund soll eine zweite „Gartenstadt“ bekommen

Lanstrop Auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule an der Büttnerstraße in Lanstrop soll gebaut werden. 13 Architekturbüros haben jetzt ihre Pläne für das Bauprojekt vorgestellt. Die sind vor allem grün und individuell.

Dortmund soll eine zweite „Gartenstadt“ bekommen

So soll sie aussehen: die „Gartenstadt“ für Lanstrop. Die Besucher konnten schon einmal einen Blick aufs Modell werfen. Foto: Oliver Schaper

Der Name klingt schon mal gut: „Gartenstadt Lanstrop“, und nach den Worten der drei Architekten vom BDA (Bund Deutscher Architekten), die im AWO-Treff das geplante Wohnprojekt auf der Fläche der ehemaligen Hauptschule an der Büttnerstraße vorstellten, soll es auch etwas Besonderes sein: Entstehen sollen 13 individuelle Mehrfamilienhäuser, überwiegend drei- und viergeschossig mit eigenen Mietergärten im ersten Bauabschnitt und einem halb öffentlichen Innenbereich im zweiten Bauabschnitt.

Von ganz klein bis groß

Vorgesehen sind unterschiedliche Haustypen und begrünte Flachdächer – insgesamt 133 Wohnungen, die Hälfte öffentlich gefördert – vom Mini-Apartment bis zur großen Wohnung samt Loggia, wie Simone Melenk, die Leiterin der Dortmunder Geschäftsstelle des BDA, eingangs erläuterte. Als Highlight des Komplexes ist ein sechsstöckiges Gebäude angedacht, dessen Dachgarten einen tollen Blick über Lanstrop bieten soll. Der Vorschlag ist das Resultat eines Ideenwettbewerbs, an dem sich 13 Architekturbüros beteiligt haben.

Architekt Norbert Post schilderte den Planungsprozess. „Wir fragen uns immer, was ist die Wohnform der Zukunft, und tun wir als Architekten das, was die Menschen suchen?“ Lanstrop sei ein „wunderbarer grüner Ort“ mit „guter sozialer Infrastruktur“ und „hoher Wohnzufriedenheit“. Allerdings habe der „Zeilenbau“ der 1950er und 1960er Jahre Defizite wie die mangelnde Nutzbarkeit der Grünflächen oder die fehlende Barrierefreiheit. Alle Wohnungen der „Gartenstadt“ seien über Aufzüge zu erreichen, so Architekt Marcus Patrias, und die Bäder seien so groß, dass sie auch mit Rollator genutzt werden könnten.

Zuschauer zeigten sich beeindruckt

Die rund 30 Zuhörer waren beeindruckt von dem Konzept, wollten es aber genauer wissen. Auf die Frage, ob sich ein Investor an die Planung halten werde, antwortete Architekt Christian Weicken: „Wir hoffen, dass der Investor auf unsere Vorstellungen eingeht. Natürlich muss das Ganze auch wirtschaftlich sein.“ Gebaut werden soll auf einem Areal, das 11.000 Quadratmeter groß ist und bisher noch der Stadt gehört.

Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny (SPD) sagte in der Versammlung, er gehe davon aus, dass der Rat der Stadt die Frist für das Angebot an einen Investor bis zum 31.12. dieses Jahres verlängern werde. Ist dieser einmal gefunden und liege die Baugenehmigung der Stadt vor, könnte alles andere relativ schnell gehen: Die Architekten rechnen mit einem halben Jahr Detailplanung, 14 bis 16 Monaten Bauzeit für den ersten Abschnitt mit 95 Wohnungen. Alle Wohnungen sollen unterkellert werden. Die Hälfte des Kellers soll den Mietern zur Verfügung stehen, die andere Hälfte zur Tiefgarage werden, in die aufgrund des Hochparterres der Wohnungen Tageslicht einfällt. Dort sei für jeden Mieter ein Stellplatz eingeplant.

Leichtathletik-Laufbahn

Für Irritationen bei Teutonia Lanstrop sorgte die Ankündigung der Architekten, für den zweiten Bauschnitt die Fläche der Leichtathletik-Laufbahn zu nehmen und diese in den Bereich der nicht genutzten Tennisplätze zu verlegen. Dort solle doch eine Turnhalle gebaut werden. Den Bedürfnissen von Teutonia werde bei der Renovierung des Sportplatzes voll Rechnung getragen, beruhigte Heinz Pasterny.

Wenn Lanstrop so viele Neubürger bekomme, müsse auch die Infrastruktur angepasst werden, meinte eine Bürgerin. So wäre etwa ein zweiter Supermarkt nötig.

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