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Gründerin von „Rose & Abbot“ und „Alexis & Sophie“

Dortmunderin verkauft vegane Pflegeprodukte in den USA

Dortmund Jennifer Douglas aus Dortmund hat sich mit veganen Pflegeprodukten selbstständig gemacht. Über die Plattform „Rose & Abbot“ bietet sie individuelle vegane Kosmetik an. Ihre nächste Idee trägt den Namen „Alexis & Sophie“und wird sie dahin führen, wo andere Urlaub machen und Schönheit eine ganz große Rolle spielt.

Dortmunderin verkauft vegane Pflegeprodukte in den USA

Ronja Henter (19), Kunst-Studentin aus Dortmund, möchte bald ein Praktikum machen in Kalifornien bei Jennifer Douglas (r.). Am Phoenix-See hat Douglas ein paar Produkte mit veganer Kosmetik drapiert. Foto: Rüdiger Barz

Santa Monica, Venice Beach, Kalifornien: Dort, wo Touristen aus aller Welt die Schönen und Reichen bewundern, wie sie am Strand ihre Bodies stählen, wird Jennifer Douglas ab dem Sommer daran arbeiten, dass weniger Schöne schöner werden – und Schöne noch schöner. Die Dortmunderin will in den USA vegane Kosmetik verkaufen, und die britische Vogue hat schon angebissen.

Richtig, die britische, nicht die amerikanische Ausgabe des Luxus-Magazins wird das Start-Up vorstellen. Dafür haben sich aber die ersten amerikanischen Fernseh-Sender bei Jennifer Douglas gemeldet. Ihr Nachname hat übrigens nichts zu tun mit der gleichnamigen Parfümerie-Kette. Jennifer, eine gebürtige Koch, hat ihren Familiennamen ihrem jamaikanischen Mann zu verdanken. Beide wandern mit ihren Töchtern Alexis und Sophie (10 und 6) in die Vereinigen Staaten aus und haben dafür zunächst ein Fünf-Jahres-Visum in der Tasche.

Gemeinsam mit der Dortmunder Agentur „Team 2“ entwickelte die Auswanderin die Internet-Seite „Rose & Abbot“, über die Nutzer ihre persönlich zusammengestellte Feuchtigkeitspflege ordern können. Vorher wird dort zum Beispiel abgefragt, wie viele Stunden ein Kunde schläft, wo sein Wohnort ist (vielleicht in einer eher tropischen Gegend), wie lange er oder sie täglich in trockener Büroluft arbeitet und ob ein Kunde unreine Haut hat oder Unverträglichkeiten. Sogar den Geruch der maßgeschneiderten Creme kann man sich aussuchen.

Zwei Töchter gaben den Namen

Gemeinsam mit der Dortmunderin Oxana Churavkova baut Jennifer Douglas in Kalifornien eine Kosmetik-Serie für Reisezubehör auf mit kleinen, leichten Tuben. So wie ihre Töchter wird die Serie mit veganen- und Natur-Produkten heißen: „Alexis & Sophie“. „Wir fangen an, eigene Produkte zu entwickeln“, sagt Jennifer Douglas, „und bauen dazu ein Labor auf“.

Bisher vertreibt sie Naturkosmetik und vegane Pflegeprodukte von verschiedenen Lieferanten quer durch Europa. Und zwar schon länger. Neben einem Shop in Düsseldorf, den sie 2014 eröffnete, verkauft die 33-Jährige die vegane Kosmetik über das Internet. Ihre Geschäftsidee, nichts Toxisches, nur Natürliches und gerne Veganes auf die Haut zu bringen, lag für die Mutter zweier Töchter auf der Hand: „Alle achten auf gesunde Ernährung, aber unser größtes Organ ist die Haut“, sagt sie.

Mit Kosmetik hatte Jennifer Douglas, die übrigens weder Vegetarierin noch Veganerin ist und sich nur sehr selten schminkt, nicht immer etwas zu tun. Zunächst half sie in der elterlichen Zeitarbeits-Firma aus. An den Job, der unter die Haut geht, kam sie eher durch Zufall. Das Kindermädchen ihrer ersten Tochter stammt aus Brasilien und ist gelernte Kosmetikern. Inzwischen lenkt die Brasilianerin die Geschicke im Düsseldorfer Shop.

Über ihren Online-Shop vertreibt Jennifer Douglas an die 700 Produkte.

Vegane Kosmetik kommt völlig ohne Tierversuche und tierische Substanzen aus, wie Bienenwachs, Honig oder Milch, und setzt stattdessen zum Beispiel auf Soja als einen der natürlichen Inhaltsstoffe.

Preiswert sind die Produkte nicht. Ein Lippenstift zum Beispiel kostet in etwa so viel wie die Lippenkosmetik führender französischer Mode- und Kosmetikkonzerne, etwa 30 Euro.

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