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Ein kleiner Stadtteil soll Modell für andere werden

Projekt Wichlinghofen geht mit großen Schritten voran

Ein Dorf ist im Aufbruch: In Wichlinghofen ist ein wichtiger Schritt zur Gestaltung der Zukunft des kleinen Stadtteils gemacht worden. Das Projekt soll bald Modellcharakter für andere Orte in Dortmund haben. So soll das Ganze laufen.

Wichlinghofen

von Felix Guth

, 12.06.2018
Ein kleiner Stadtteil soll Modell für andere werden

Der dörfliche Stadtteil Wichlinghofen befindet sich im Wandel. © Oskar Neubauer

In Wichlinghofen soll ein Stadtteilzentrum der modernen Art entstehen, es trägt den englischen Titel „Community Center“. In einer neu gebauten Immobilie sollen ab 2020 alle Vereine und Gruppen aus dem Umfeld einen Platz finden.

Profitieren könnten von den neuen Räumen etwa die Wichlinghofer Grundschule, deren Elterninitiative, der TuS Wichlinghofen, der AWO-Ortsverein, die Kindertageseinrichung Am Heisterbach, die Kunstwerkstatt oder auch die Volkshochschule und das Seniorenbüro Hörde.

Bürgerverein gründet sich gerade

Koordiniert wird das auf Wunsch der Stadt Dortmund von einem ehrenamtlichen Trägerverein. Dieser befindet sich gerade in Gründung. „Projekt Wichlinghofen - Der Bürgerverein“ heißt der Zusammenschluss von aktuell zwölf Personen, die sich die Organisation des „Community Center“ zur Aufgabe machen wollen.

„Das ist ein wirklich entscheidender Schritt. Vorher waren wir ein Zusammenschluss von Interessierten. Mit der Vereinsgründung haben wir das formal auf neue Beine gestellt. Es wird jetzt ernst und ist nicht mehr zu stoppen“, sagt Jörg Herrmann aus dem Bürgerverein.

Architektenwettbewerb für neuen Wichlinghofer Ortskern startet

Wie eine Reihe weiterer Wichlinghofer begleitet er die Neuausrichtung schon seit mehreren Jahren von den ersten losen Überlegungen bis zum Ratsbeschluss 2017. Dass die Realisierung des Traums von einem neuen Stadtteilzentrum näher rückt, lässt sich noch an einem zweiten Fakt ablesen.

Die Stadt Dortmund hat die Unterlagen für einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Anfang November wählt eine Jury aus Architekten, Stadtplanern, Bezirkspolitikern und Vertretern des Bürgerverins den besten Entwurf aus. „Die Architekten können sich richtig austoben“, sagt Jörg Herrmann.

Wichlinghofer Grundschule wird komplett neu gebaut

Denn mittlerweile steht fest, was vor einem Jahr noch offen war: Das sanierungsbedürftige Schulgebäude und die Turnhalle werden abgerissen und neu gebaut. Auf einem 9175 Quadratmeter großen Grundstück kann dann das „Stadtteil- und Bildungszentrum“ entstehen.

Hierin sollen sich laut der Auslobung „eine inklusive Ganztagsgrundschule, eine Sport-/Gymnastikhalle sowie ein offenes Stadtteilhaus vereinen, die sich eine möglichst hohe Zahl an multifunktionalen und flexiblen Räumlichkeiten perspektivisch teilen sollen“.

Neben Stadtteilzentrum entstehen barrierefreie Wohnungen

Außerdem sollen in einem weiteren Gebäude „barrierefreie Komfortwohnungen für Ein- und Zweipersonenhaushalte“ gebaut werden, in die bevorzugt Bürger aus Wichlinghofen einziehen können. Die Gesamtbaukosten gibt die Stadt Dortmund mit rund sechs Millionen Euro an.

Notwendig ist die gesamte Planung, weil sich das Raumangebot in Wichlinghofen in den vergangenen Jahren markant verändert hat. Mehrere Treffpunkte für gesellschaftliches Leben sind weggefallen. Zugleich sind die räumlichen Anforderungen an (Ganztags-)Schule und Kindertageseinrichtung gestiegen. Statt die Grundschule zu schließen und den Ort aufzugeben ist die Idee eines von Bürgern geführten „Stadtteil- und Bildungszentrums“ nach Hamburger Vorbild entstanden.

Mittelfristig sollen Konzepte wie in Wichlinghofen Modell für andere kleinere Stadtteile in Dortmund werden.

Vorstellung des Bürgervereins beim Wichlinghofer Dorffest
  • Beim Wichlinghofer Bergfest am 16. Juni (Samstag) werben die Mitglieder für weitere Unterstützer.
  • Das Fest beginnt um 15 Uhr auf dem Gelände der Wichlinghofer Grundschule, Vinklöther Mark 11. Es bietet traditionell viel Kinderprogramm, aber auch Unterhaltung für alle anderen mit DJ Roger (ab 19 Uhr).
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