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Ganz Barop auf den Beinen

barop Hechelnd wetzen die 250 Läufer über die 750 Meter lange Strecke. Die Sponsoren müssen mit jeder neuen Runde rechnen. Denn die Stempel auf der Rückseite ist Laufpasses sind bares Geld wert. Am Ende liegen 6000 Euro gegen Kinderarmut in Brasilien im Ziel.

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Hilfe für ein Baby in der Gesundheitsstation. Privat

Barop für Brasilien. Wie schon vier Jahren fiel auch am Sonntag beim Gemeindefest von St. Franziskus Xaverius (SFX) der Startschuss für den Solidaritätslauf, auf den die katholische Kirche schon die Kommunionskinder vorbereitet.

"Ein Christ kann immer nur für andere da sein. Unsere Kinder gehen hier auf die Straße, damit sie andere Kinder von der Straße holen können", sagt Pfarrer Wilfried Göddeke (68) nach seinem Dauerlauf ganz aus der Puste gekommen. "Die anderen Kinder" leben in der 40 Kilometer von Rio de Janeiro entfernten Zwei-Millionen-Stadt Nova Iguacu, in der Armut, Gewalt und Krankheit herrschen.

Teilen unbekannt

Teilen - das Wort kennen die Brasilianer dort nicht. Die wenigen Reichen nicht, weil sie von ihrem Überfluss nichts abgeben möchten. Und die Armen nicht, weil sie nichts haben, was sie teilen könnten. "Natürlich sagen wir ihnen, woher das Geld zum Beispiel für den Ausbau der Gesundheitsstation kommt, aber die Kinder können das einfach nicht glauben", schildert der Theologe Johannes Niggemeier (Foto) die Reaktionen der brasilianischen Kinder, wenn sie, wie vor vier Jahren, die Fotos von dem letzten Solidaritätslauf in Barop in den Händen halten.

Krank durch Armut

Alle sechs Monate reist Niggemeier, einst ein Studienkollege des Pfarrers Wilfried Göddeke, nach Nova Iguacu, um dort Spenden der Brasilienhilfe "Avicres" in Projekte zu investieren. Rund 36 000 Euro braucht der Verein, um die Gesundheitsstation in der Stadt auszubauen. Die Ärzte, Schwestern und ein Psychotherapeut versorgen jährlich 15 000 Patienten.

Armut macht krank: Die Kinder leiden unter Atemwegserkrankungen, weil die Luft schlecht ist, und sie leben bereits in jungen Jahren mit Bluthochdruck, weil die allgegenwärtige Gewalt große Angst und Stress auslöst. Zurzeit fordern die "städtische Malaria", Durchfall und Gelbfieber die Ärzte.

"Avicres" soll helfen. Die Buchstaben stehen für Gemeinschaft, Leben, Wachstum und Solidarität. Ziele, die das Projekt auch in Kindertagesstätten und einer Landwirtschaftsschule erreichen möchte. Johannes Niggemeier: "Die Hilfe aus Barop kommt da zur richtigen Zeit. Im Juli möchten wir die ausgebaute Gesundheitsstation in Betrieb nehmen." ban

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Hilfe für ein Baby in der Gesundheitsstation. Privat

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