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Gelassene Freude und etwas Skepsis am Tag der Einheit

Lütgendortmund Gestern feierte Deutschland den "Tag der Einheit", an dem der Wiedervereinigung Deutschlands gedacht wurde. RN-Redakteurin Irene Steiner fragte einige Lütgendortmunder, welche Gefühle sie mit diesem Tag verbinden.

Joachim Skerra (Foto 1) sieht die historischen Ereignisse nur positiv: "Wir waren am Tag vor dem Mauerfall bei einer Familienfeier in Potsdam. Wir haben den ganzen Trubel direkt mitbekommen und wir genießen den Tag auch heute noch", erzählt Skerra. Und auch die finanziellen Folgen der Wiedervereinigung belasten ihn nicht: "Den ,Soli' (Solidaritätsbeitrag, die Red.) zahle ich gern."

Mit viel Gefühl denkt Doris Neidel (Foto 2) an die Wiedervereinigung: "Ich finde es schön, dass Ruhe und Frieden ist. Die Menschen gehören doch zusammen."

Heinz Schüler Sabine Blümer (Foto 3) hat den Mauerfall wie eine "Erlösung" empfunden. "Wir haben doch alle gehofft, dass die Wiedervereinigung kommt", meint Schüler. Er hat vor allem das Gefühl der Solidarität genossen. Und auch (Foto 4) erinnert sich gern an den Mauerfall, obwohl sie damals erst 15 Jahre alt war: "Da haben wir kräftig gefeiert."

Mit durchwachsenen Gefühlen sieht Michael Schulze (Foto 5) die Entwicklung der vereinten Bundesrepublik: "Ich habe die Wiedervereinigung begrüßt, aber ich weiß auch, wie es heute dort ausschaut. Wo Tourismus ist, da wurde investiert. Doch oft ist nur die Fassade tiptop, dahinter sieht es schlimm aus."

Auch Rolf Richter (Foto 6) sieht die Wiedervereinigung an sich ausgesprochen positiv. Nur eines merkt er an: "Die Rente für die ehemaligen DDR-Bürger wurde aus dem Rentenfonds bezahlt, das war falsch." Einen ganz anderen Blick auf die Wiedervereinigung hat die Markthändlerin Marie Hoffmann. Die gebürtige Tschechin kam nach dem Prager Frühling nach Deutschland und sie weiß, wie sich die DDR-Bürger fühlten, als die Mauer fiel: "Für die Leute dort war die Welt plötzlich offen."

Auch für Erika HagemeierFriedhelm (Foto 6) war die Wiedervereinigung das Ende eines unnatürlichen Zustands. "Die Leute gehörten doch zu uns." Und ihr Mann (Foto 7) ergänzt: "Ich habe mich gefreut, als die Mauer fiel, aber ich war auch skeptisch. Denn dass da finanziell etwas auf uns zukommt, wusste ich gleich."

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