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Genossen läuten Ende der Ära Langemeyer ein

DORTMUND Der Druck auf Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer wächst, sich kurzfristig zu entscheiden, ob er noch einmal als OB-Kandidat der SPD für die Kommunalwahl im Juni nächsten Jahres antreten will.

Genossen läuten Ende der Ära Langemeyer ein

Gerhard Langemeyer wird der Verzicht auf die OB-Kandidatur nahegelegt.

Unterbezirks-Chef Franz-Josef Drabig gab sich offiziell gelassen: Es gebe keinen Zeitdruck; die Entscheidung über die OB-Kandidatur treffe der Parteitag am 29. November. SPD-Ratsfraktions-Chef Ernst Prüsse ist da weniger geduldig: „Ich möchte eine Entscheidung noch vor der Sommerpause“, stellte er gegenüber unserer Redaktion klar. Wobei er kein Geheimnis daraus macht, dass auch er sich einen Verzicht Langemeyers auf eine erneute OB-Kandidatur wünscht.

Wie wir exklusiv berichteten, wurde Langemeyer in der Vorstandssitzung des SPD-Unterbezirks am Dienstagabend nahezu einmütig ein freiwilliger Verzicht nahe gelegt. Zuletzt hatte Langemeyer avisiert, noch einmal als OB-Kandidat der SPD anzutreten, wenn die Partei es wolle. Den Applaus, den er für diese Ankündigung auf dem Parteitag im Februar erntete, wertete er als Zustimmung der Basis zu seinem Vorhaben.

Offenbar eine Fehlinterpretation, wie ihm der Parteivorstand klar machte. Der OB erbat sich Bedenkzeit und kündigte an, im Urlaub über seine Pläne nachdenken zu wollen. Zu lang, wie führende Genossen meinen. Allen voran Ernst Prüsse. „Ich kann ihn nicht zu einer Entscheidung zwingen. Aber es bringt uns nichts, die ganzen Sommerferien weiter zu diskutieren“, erklärte er gestern.

Mögliche Nachfolge-Kandidaten gibt es bereits: Stadtdirektor Ullrich Sierau und Kulturdezernent Jörg Stüdemann, der bislang allerdings Ambitionen auf eine OB-Kandidatur geleugnet hatte. Prüsse: „Ich könnte mit beiden gut leben.“

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