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Grundsteinlegung an der Nortkirchenstraße

Wilo-Campus: Bürogebäude der Zukunft entsteht

Eine kleine digitale Stadt in der Stadt entsteht mit dem Wilo-Campus an der Nortkirchenstraße. Dort lässt der größte Pumpenhersteller der Welt zurzeit nicht nur die Fabrik, sondern auch das Bürogebäude der Zukunft bauen. Am Donnnerstag wurde dafür der Grundstein gelegt.

Dortmund

von Oliver Volmerich

, 08.06.2018
Grundsteinlegung an der Nortkirchenstraße

Beim Bau ist noch Handarbeit gefragt: An der Nortkirchenstraße entsteht die neue Wilo-Hauptverwaltung. © Oliver Schaper

Von einem Zwischenspurt war die Rede. Denn die Strecke ist lang: Bis 2022 entsteht der Wilo-Campus an der Nortkirchenstraße, „das erste voll digitale Stadtquartier des Ruhrgebiets“, wie Martin Linge-Boom als Projektleiter für die Riesen-Baustelle nahe der B54.

Ein Bestandteil ist das Office-Gebäude, die neue Hauptverwaltung von Wilo, für die am Donnerstag der Grundstein gelegt wurde.

30 Meter hoch, sieben Geschosse, 12.000 Quadratmeter Nutzfläche – das sind die nüchternen Zahlen zum Neubau nach einem Entwurf des Architekturbüros agn Niederberghaus&Partner aus Ibbenbüren. Dahinter verbirgt sich ein voll digitalisiertes Bürogebäude, das die bisherigen Arbeitsabläufe völlig neu organisiert.

Grundsteinlegung an der Nortkirchenstraße

Wilo-Technologievorstand Georg Weber, Aufsichtsrats-Ehrenvorsitzender Jochen Opländer, Wilo-Vorstandschef Oliver Hermes und Oberbürgermeister Ullrich Sierau bei der Grundsteinlegung für die neue Wilo-Zentrale. © Oliver Schaper

Statt fester Schreibtische gibt es Arbeitsbereiche, in denen die Mitarbeiter je nach Bedarf zusammenarbeiten. Bis Anfang 2020 sollen die rund 580 Verwaltungsmitarbeiter, von denen ein Teil zurzeit an der Florianstraße arbeitet, hier einziehen.

Es geht um digitale Transformation

Das Office ist aber nicht das wichtigste Gebäude auf dem Wilo-Campus, wie Linge-Boom bei der Grundsteinlegung anmerkte. „Das wichtigste Gebäude ist die Fabrik.“ Die Arbeiten für die „smart factory“ laufen bereits seit 2017 auf Hochtouren. Auch hier geht es um digitale Transformation.

„Wir setzen einen Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte, insbesondere in unserer Digitalisierungsstrategie“, erläuterte Wilo-Vorstandschef Oliver Hermes, der den Festgästen die globalen Herausforderungen für den größten Pumpenhersteller der Welt anschaulich schilderte.

Es gehe darum, die „smart urban area“, die intelligente Stadt zu gestalten. Und Wilo ist dabei mit Pumpen etwa für die Energie- und Wasserversorgung mit Vertretungen in 90 Ländern und 17 Produktionsstandorten in neun Ländern weltweit im Geschäft. 7700 Mitarbeiter beschäftigt Wilo weltweit, 1800 davon in Dortmund.

Die erste Smart-Pumpe der Welt

Die Heimatbasis Dortmund spielt in der digitalen Unternehemenstrategie eine wichtige Rolle. Hier wird mit der Stratos Maxo die erste Smart-Pumpe der Welt gebaut, berichtete Hermes. Smart bedeutet, das die Pumpe eingebunden ist in die Gebäudeleittechnik, gewissermaßen „kommunizieren“ kann. Im Herbst 2019 soll die neue digitale Fabrik nördlich der Nortkirchenstraße bezogen werden. Einige Monate später folgt das „Future Office“, die neue Hauptverwaltung, bezogen.

Dann können die alten Gebäude südlich der Nortkirchenstraße abgerissen werden. Sie machen Platz für ein Kundencenter mit Museum (bis Ende 2021) und ein Projekthaus. Das Gelände des bisherigen Stadt-Betriebshofs ganz im Osten des Campus wird für Parkplätze genutzt, die Nortkirchenstraße wird zur Werksstraße. Als Ersatz entsteht eine neue Straße, die im Norden um das Werksgelände herumführt. Mit ihrer Freigabe wäre dann das Ziel der langen Strecke zum Wilo-Campus erreicht.

Die Gesamtinvestition für den neuen Wilo-Campus wird auf rund 234 Millionen Euro beziffert. Der Großteil der Finanzierung soll aus eigener Kraft gestemmt werden, kündigte Vorstandschef Oliver Hermes an. Für 2017 vermeldete Wilo mit 1,42 Milliarden Euro erneut einen Rekordumsatz.
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