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Aktueller Bericht zur Wirtschaftslage in Dortmund

Hochkonjunktur führt zu Engpässen beim Handwerk

Dortmund Privatleute, aber auch die Stadt können ein Lied davon singen: Es ist schwer geworden für Aufträge einen Handwerksbetrieb zu finden. Die Handwerkskonjunktur boomt – das bestätigt auch der aktuelle Lagerbericht der Handwerksammer. Doch das führt auch zu Problemen.

Hochkonjunktur führt zu Engpässen beim Handwerk

Im Friseursalon von Jörn Ulrich (l.) an der Liebigstraße stellt Kammer-Präsident Berthold Schröder den Konjunkturbericht der Handwerkskammer vor. Foto: Dieter Menne Dortmund

90 Prozent der Betriebe – und damit noch mehr als im vergangenen Jahr – bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut bis zufriedenstellend, ergab die aktuelle Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Dortmund. Und 94 Prozent rechnen damit, dass es auch in den kommenden Monaten so weitergeht.

Für das gesamte Jahr wird ein Plus von mindestens drei Prozent erwartet. „Die Phase der Hochkonjunktur bricht nicht ab, alle Zeichen stehen weiter auf Wachstum“, bilanzierte Kammer-Präsident Berthold Schröder.

Das gilt besonders für das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe, wo 95 beziehungsweise 96 Prozent der Betriebe von einer zufriedenstellenden bis guten Geschäftslage berichten. Da spüre man den Boom beim Wohnungsbau, aber auch die diversen Förderprogramme etwa zur energetischen Sanierung, stellt Schröder fest. Die Nachfrage im Baubereich ist so groß, dass jedes zweite Unternehmen mittlerweile an oder über der Auslastungsgrenze arbeitet.

Probleme bei der Personalsuche

Dazu trägt auch ein generellen Sorge des Handwerks bei: 78 Prozent der Betriebe im Kammerbezirk stoßen derzeit auf Probleme bei der Personalsuche. Bei 38 Prozent der Betriebe gibt es trotz intensiver Bemühungen um Fachkräfte offene Stellen, wie eine Sonderumfrage der Kammer ergab, an der sich 782 Unternehmen beteiligt haben. Um sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren, investieren viele Betriebe etwa in die technische Ausstattung für Mitarbeiter und bemühen sich, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle zu bieten.

So wie Friseurmeister Jörn Ulrich, der mit seinem Salon „Haarwerk“ seit 23 Jahren im Kreuzviertel erfolgreich ist und am Mittwoch Gastgeber der Handwerkskammer-Pressekonferenz zur Vorstellung des Konjunkturberichts war.. Er bietet für seine zehn Mitarbeiter und drei Auszubildenden flexible Stundenmodelle, Teamtreffen und regelmäßige Fortbildungen. Über Nachwuchsmangel muss er deshalb nicht klagen.

Sehr starker Wettbewerb

Und auch mit der geschäftlichen Entwicklung ist er zufrieden und ist damit ein positives Beispiel im Bereich der sogenannten „Personenbezogenen Dienstleistungen“. Hier ist die Stimmung traditionell etwa verhaltener, berichtet Gabor Leisten von der Handwerkskammer.

„Nur“ 77 Prozent der Betriebe bezeichnen die hier die Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend. Ein Grund ist der sehr starke Wettbewerb in diesem Bereich – den Jörn Ulrich aber offensichtlich nicht zu scheuen braucht.

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