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Im Dortmund-Tatort „Inferno“ ist die Hölle los

Klinik-Ärztin wird unter einer Plastiktüte erstickt

Dortmund Morden bis der Arzt kommt: Noch sind zwei Dortmund-Tatorte (Tod und Spiele/Zorn) in der Sende-Pipeline, da wird aktuell Nummer 14 im Klinikum Dortmund gedreht. Arbeitstitel: Inferno. Dieses Mal ist die Hölle los. 

Klinik-Ärztin wird unter einer Plastiktüte erstickt

Im 14. Dortmund-Tatort ermittelt das Kommissar-Kleeblatt Martina Bönisch (Anna Schudt v.l.), Peter Faber (Jörg Hartmann), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon) im Klinikum. Foto: Oliver Schaper

Seit Freitag parkt der Film-Tross mit LKW und Wohnwagen hinter der Pathologie. Neun Tage wird im Klinikum gedreht – Rekord. Mit fünfeinhalb Drehtagen in Dortmund zählte bislang die Folge “Hundstage“ die meisten vor Ort, erinnert sich Jörg Hartmann, alias Hauptkommissar Peter Faber. Damals schwamm eine Leiche im Hafenbecken.

Im Klinikum – im Film die Ruhr-Emscher-Klinik – wird im Ruheraum die Leiche der Internistin Gisela Mohnheim gefunden.  Die Ärztin ist unter einer Plastiktüte erstickt.

Faber riskiert eigene Gesundheit

Die Ermittlungen behindern die Arbeit in der Notaufnahme. Die Atmosphäre dort ist angespannt. Ärzte und Pflegepersonal sind sicher, dass ein potenzieller Mörder nur von außerhalb des Krankenhauses kommen kann. Doch die Ermittler Peter Faber, Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und ihr neuer Kollege Jan Pawlak (Rick Okon) kommen auch nach Tagen im rastlosen Alltag der Notfallambulanz nicht voran. Faber sieht nur die Möglichkeit, die eigene Gesundheit zu riskieren. Und das nicht nur, um den rätselhaften Todesfall in der Klinik aufzuklären. 

Erste Einblicke in den Dortmund-Tatort "Inferno"

Der 14. Dortmund Tatort "Inferno" wird seit Freitag im Klinikum Dortmund gedreht.
Das Kommissar-Kleeblatt Martina Bönisch (Anna Schudt), Jörg Hartmann (Peter Faber), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon).
Das Kommissar-Kleeblatt Martina Bönisch (Anna Schudt), Jörg Hartmann (Peter Faber), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon). Die Ermittlungen gestalten sich schwierig.
Das Kommissar-Kleeblatt Martina Bönisch (Anna Schudt), Jörg Hartmann (Peter Faber), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon).
Rick Okon als Jan Pawlak, Er ist nach dem Weggang von Daniel Kossik (Stefan Konarske) der Neue im Team.
Anna Schudt als Bettina Bönisch.
Aylin Tezel als Nora Dalay.
Jörg Hartmann als Hauptkommissar Peter Faber. Der gebürtige Hagener hat als Patient nie im Klinikum gelegen oder liegen müssen.
Gedreht wird im ehemaligen OP-Trakt des Klinikums, der 2012 geschlossen wurde und seitdem mehr oder weniger als Rumpelkammer diente. Die Filmleute haben den Trakt für die Dreharbeiten wieder aufwändig hergerichtet.
Gedreht wird im ehemaligen OP-Trakt des Klinikums, der 2012 geschlossen wurde und seitdem mehr oder weniger als Rumpelkammer diente. Die Filmleute haben den Trakt für die Dreharbeiten wieder aufwändig hergerichtet, darunter auch einzelne Behandlungsräume.
Gedreht wird im ehemaligen OP-Trakt des Klinikums, der 2012 geschlossen wurde und seitdem mehr oder weniger als Rumpelkammer diente. Die Filmleute haben den Trakt für die Dreharbeiten wieder aufwändig hergerichtet. Hier ein Blick in den Flur
Hier ein Behandlungsraum, der vom Filmteam extra eingerichtet wurde.
In dieser Folge trägt Faber Bart. Das hat Gründe.

Sein Dauer-Dämon und -Gegenspieler Markus Graf (Florian Bartholomäi) komme in dieser Folge zwar nicht persönlich vor, „sein Geist ist aber immer dabei“, verrät Jörg Hartmann, der als Hauptkommissar wieder mehr auf die Psychoschiene abdriftet. Sein Bart ist bei den Dreharbeiten länger als sonst. „Das hat Gründe“, sagt er.

Filmcrew hat alten OP-Trakt wieder hergerichtet

Gedreht wird im alten Operationstrakt des Klinikums, der 2012 stillgelegt wurde  und seitdem mehr oder weniger als Rumpelkammer diente. Die Filmleute haben den Trakt aufwendig so wieder hergerichtet, dass das Filmset locker als Notfallambulanz durchgeht. Betten wurden auf den Flur gestellt, Regale und Steckdosen angebracht sowie einzelne Behandlungsräume eingerichtet. „Hier atmet Krankenhaus“, sagt Regisseur Richard Huber. Selbst der noch immer vorhandene Geruch nach Desinfektionsmitteln lasse sich atmosphärisch einfangen.

Gedreht wird auch im alten Operationssaal der Frauenklinik und auf zwei leer stehenden Stationen der Kinderklinik. „Das macht dort einen freundlichen Eindruck,“ sagt Anna Schudt, „und ist nicht so abschreckend wie in manchen Krankenhäusern.“  Weiterer lokaler Drehort ist die Stadtbahn in Hombruch.

Set-Führungen für Klinikmitarbeiter

Einige Szenen spielen auch auf Krankenhausfluren, die in Betrieb sind. Die Dreharbeiten  können im realen Klinikalltag ebenso stören wie die Ermittlungen  im Film. Als Dank bietet die Produktionsgesellschaft für die Klinikmitarbeiter zwei Set-Führungen mit jeweils zwei Mal zehn Plätzen an. 

Die Schauspieler hatten nur eine kurze Osterpause. Vor zwei Wochen wurde noch in Köln an der 13. Folge „Zorn“ gedreht, und Drehbeginn für Inferno war bereits am 4. April. „Ich finde das ganz schön“, sagt Aylin Tezel, „da ist man auf der richtigen Spieltemperatur.“ Die Dreharbeiten laufen noch bis zum 5. Mai.

Nachwuchs-Kommissar besucht BVB-Spiel

Die Drehpause am nächsten Sonntag wird Fußball-Fan Rick Okon nutzen, um sich das Spiel  BVB gegen Stuttgart im Signal Idunal Park anzusehen. Er ist ein Fan von Mario Götze und Christian Pulisic. Einen Verein, mit dem er als Fan halte, habe er aber nicht, versichert der Hamburger.

Das Ermittlerteam verrät natürlich auch nicht, wer in „Inferno“ der Mörder ist. Trotzdem sei so viel gesagt: Es ist ein Arzt. Aber dann auch wieder nicht. 

Die Sendetermine für die drei neuesten Folgen stehen noch nicht fest.

Die Folge „Tod und Spiele“, in der es um Käfig-Kämpfe geht, wird im Herbst ausgestrahlt. 

Vor Ort ist im Sommer eine Premiere beim Open-Air-Kino im Westfalenpark geplant.

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