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Mit dem „Presslufthammer“ durch die Innenstadt

Tuningkontrollen der Polizei am Freitagabend

Die Dortmunder Polizei hat am Freitagabend im Bereich Wall und Thier Galerie getunte Autos kontrolliert. Dabei fiel den Beamten auch ein Wagen eines Bochumers auf, dessen Abgasanlage einen Schallpegel auf dem Niveau von Presslufthammer und Kreissäge erreichte. Nicht der einzige Tuning-Sünder.

Dortmund

10.06.2018
Mit dem „Presslufthammer“ durch die Innenstadt

ARCHIV - SYMBOLBILD - Die Aufschrift «Polizei» leuchtet am 08.05.2011 in Friedrichshafen am Bodensee (Baden-Württemberg) an einem Polizeifahrzeug. (zu dpa «Ermittlungen gegen Polizeibeamte wegen Körperverletzung im Amt» vom 05.04.2017) Foto: Patrick Seeger/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit © picture alliance / Patrick Seege

Der Verkehrsdienst der Polizei Dortmund hat am Freitagabend (8. 6.) in der Dortmunder Innenstadt im Bereich des Wallringes und der Thier Galerie getunte Autos kontrolliert.

Besonderes Augenmerk legten die spezialisierten Einsatzkräfte unter anderem auf technische Veränderungen an den Fahrzeugen und Verkehrssicherheit. Hier eine Auswahl der festgestellten "Highlights" aus diesem Kontrollabend:

  • Der Mercedes-Benz eines 28-jährigen Dortmunders musste nach Begutachtung durch einen Sachverständigen stillgelegt werden, da dort zum einen eine zu laute Abgasanlage, sowie eine unzulässige Rad-Reifen-Kombination in Gestalt einer geschweißten Felge vorlag. Der 28-Jährige darf sich jetzt auf eine entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeige einstellen.
  • An dem BMW eines 27-Jährigen aus Hagen, stellte die Polizei ebenfalls eine unzulässige Rad-Reifen-Kombination, eine zu laute Abgasanlage und einen nicht vorhandenen, weil ausgebauten, Katalysator fest. Auch hier nahm ein Sachverständiger das Auto unter die Lupe. In diesem Fall darf sich der der 27-Jährige auf einen entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeige gefasst machen.
  • Der BMW einer 19-Jährigen aus Dortmund fiel zum einen durch einen sogenannten illegalen "Soundbooster" auf. Zum anderen wies das Fahrzeug folierte Rückleuchte und ein nicht eingetragenes "Bodykit" und Fahrwerk auf. Der BMW wurde nach Begutachtung ebenfalls stillgelegt. Auch hier wurde eine entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeige vorgelegt.
  • An dem Mercedes-Benz eines 22-Jährigen aus Bochum stellten die Beamten eine zu laute Abgasanlage (gemessene 110 db/A) fest. Dieser Schallpegel reicht in etwa an die Schmerzgrenze heran. Presslufthämmer und Kreissägen erreichen in etwa dieses Niveau. Zudem lag hier eine nicht zulässige Rad-Reifen-Kombination vor. Zu allem Überfluss hatte der 22-Jährige sein Kennzeichen hinter der Frontscheibe des Fahrzeuges angebracht. Auch dieses Auto wurde nach Begutachtung stillgelegt. Eine entsprechende Anzeige folgt.
  • Der BMW einer 28-jährigen Dortmunderin fiel durch massive Reifenschäden, nachgerüstete (aber nicht eingetragene) Xenonscheinwerfer, Fahrwerksmängel und eine undichte Gasanlage auf. Auch dieser BMW wurde durch einen Sachverständigen nach Begutachtung stillgelegt. Auch hier wird eine entsprechende Anzeige folgen.

Insgesamt sprachen die Beamten drei Verwarnungsgelder aus. Es wurden sechs Ordnungswidrigkeitenanzeigen und vier Strafanzeigen geschrieben. Die Strafanzeigen beziehen sich auf den Tatverdacht des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Kennzeichenmissbrauches.

Insgesamt wurden fünf Gutachten erstellt, wovon in vier Fällen (wie oben aufgeführt) vier Fahrzeuge wegen Verkehrsunsicherheit stillgelegt werden mussten.