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Mahnmal für Zwangsarbeiter am Phoenix-See

Skulptur bekommt einen neuen Standort am Phoenix-See

Hörde Das Mahnmal zur Erinnerung an Zwangsarbeiter in der Dortmunder Stahlindustrie bekommt einen neuen Standort am Phoenix-See. Der Grund dafür sind Bewohner des See-Ufers. Nun soll das Mahmal an einen Platz, an dem es niemanden stört.

Skulptur bekommt einen neuen Standort am Phoenix-See

Der Entwurf für das Zwangsarbeiter-Mahnmal, der 2014 in einem Wettbewerb unter FH-Studenten ausgewählt wurde. Foto: Pia Emde

Am bisher geplanten Platz hätte das Mahnmal direkt vor den Fenstern von Bewohnern des See-Ufers gestanden. Die Nähe zur Wohnbebauung sei bei der bisherigen Planung nicht bekannt gewesen, teilten Lokalpolitiker und Verwaltung mit.

Mahnmal für Zwangsarbeiter

Wann kommt die Skulptur an den Phoenix-See?

HÖRDE Seit einem halben Jahr ist das Mahnmal für ehemalige Zwangsarbeiter am Phoenix-See politisch beschlossen. Zu sehen ist noch nichts. Die Gedenkstätte kommt – allerdings später als anvisiert.mehr...

Eine Anwohnerin gab am Dienstag in der Bezirksvertretung Hörde an, beim Einzug 2014 von der Skulptur nichts gewusst zu haben. Es gehe nicht darum, den Erinnerungsort grundsätzlich zu verhindern. Aber der dauerhafte Blick auf das von innen beleuchtete Mahnmal direkt vor dem Kinderzimmerfenster sei nicht zumutbar.

Über den neuen Platz besteht bereits Einigkeit

Es hat bereits Termine mit Vertretern der Verwaltung und des Stadtarchivs gegeben, bei denen ein neuer Standort ausgewählt worden ist. Statt wie bisher unterhalb der Phoenixseestraße, soll die 4,50 Meter hohe begehbare Skulptur im Laufe dieses Jahres unterhalb einer Treppe an einem Firmengebäude („Swan“) aufgestellt werden.


Empörung bei Antragstellern für das Mahnmal

Ulrich Sander von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), und vor 18 Jahren einer der Antragsteller für das Mahnmal, sagte in der Bezirksvertretung: „Leute, die sich einen solchen Antrag ausgedacht haben sollten sich etwas schämen.“

Im Stahlwerk habe sich ein „kleines KZ“ befunden, in dem viele Opfer der Nationalsozialisten den Tod fanden. Er kritisierte die erneute Debatte über den Standort.

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