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Tempo 30 soll auch abends und nachts gelten

Scharnhorst Kontrovers diskutiert wurde in der Bezirksvertretung (BV) Scharnhorst der CDU-Vorschlag, die Tempo-30-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen im Stadtbezirk abends und nachts auszusetzen. Es sei nicht erforderlich, in verkehrsschwachen Zeiten den Verkehr weiter zu beruhigen, begründete die CDU ihren Antrag, die Autos von 20 bis 6 Uhr 50 km/h fahren zu lassen.

Das sah die SPD ganz anders. "Das wäre ein verkehrspolitisch falsches Signal", argumentierte Michael Lüning. "Das Freizeitverhalten ändert sich. Viele Menschen sind auch abends noch auf den Straßen." Dies gelte auch für Kinder, bemerkte Michaela Wolff. Zudem seien viele Straßen schlecht einsehbar, so dass dauerhaft Tempo 30 nötig sei. Die BV lehnte die CDU-Initiative ab.

Rückendeckung gibt es vom Vorortparlament für die lärmgeplagten Anwohner der Lanstroper Straße. Diese hatten sich über zu schnell fahrende oder aber stark abbremsende Lastzüge und PKW zwischen Burhag und Wasserfuhr sowie in der scharfen Kurve im Kreuzungsbereich Wasserfuhr/Lanstroper Straße beklagt. Die Fahrbahn-Markierungen und Tempo-30-Schilder würden ignoriert (wir berichteten). Sie baten daher die BV, die für den Lanstroper Ortskern vorgesehen Verengungen und Verschwenkungen der Fahrbahn auch im weiteren Verlauf der Lanstroper Straße vorzunehmen.

Klaus Müller (CDU) regte an, eine über 24 Stunden gehende Verkehrszählung durchzuführen, um die Autoströme genau zu analysieren. SPD-Fraktionssprecher Rüdiger Schmidt wandte ein, dass nicht die Menge der Autos, sondern die Fahrweise das Problem sei.

Auf Vorschlag von Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny (SPD) einigte man sich auf mobile oder feste Hindernisse zur Verkehrsberuhigung und die Zählung.

Bei der Vorstellung der Planung für die Westfalenhütten-Fläche sprach Architektin Alexa Waldow-Stahm von einem Autofhof auf der ehemaligen Sinteranlage. Ratsvertreter Bruno Schreurs stellte klar, dass auch auf Gneisenau ein solcher Autohof geplant sei und derzeit eine Standortuntersuchung laufe. Vielleicht könnten beide realisiert werden, so die Architektin, dies hänge vom Betreiber ab. Letztlich entscheide der Markt. u.b.

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