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Vom Ja- und Nein-Gefühl

Aplerbeck Da kommen sie ganz entspannt auf die Bühne im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums an der Schweizer Allee: Cordula und Angelo mit seiner Gitarre, um frisch und locker ein Thema zu behandeln, das alles andere als locker ist.

Es geht um sexuellen Missbrauch an Kindern. Seit 13 Jahren wird das in der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück entwickelte, dreiteilige Theaterstück "Mein Körper gehört mir" in ganz Deutschland Dritt- und Viertklässlern vorgespielt, wird mit den Kindern über das schwierige Thema gesprochen. "Wir wollen Kinder für ihre eigenen Gefühle sensibilisieren, wenn sie in Situationen geraten, die ein Nein-Gefühl bei ihnen auslösen", sagte der Rektor der Apler-becker Mark-Grundschule, Thomas Baumeister, in seiner Begrüßung. Mutter Silke Weyergraf (Foto) war von dem Konzept überzeugt. Gemeinsam mit Uta Doyscher, Konrektorin der Aplerbecker Grundschule, begrüßte der Rektor etwa 120 interessierte Eltern und Lehrer zur Sichtungsveranstaltung für das Stück. Dorothee Friedrich, Schulpflegschaftsvorsitzende der Aplerbecker Mark-Grundschule, bat die Besucher um ein "freiwilliges Austrittsgeld" nach Ende der Veranstaltung.

Finanziert werden die Aufführungen von den Eltern, den Schulpflegschaften bzw. Fördervereinen der Schulen sowie der Bezirksvertretung Aplerbeck. In insgesamt drei Akten werden verschiedene Beispiele für Begegnungen und Situationen geschildert, die für Kinder unangenehm oder brenzlig werden können. Die jungen Zuhörer, und nun vorab ihre Eltern, lernen wichtige Dinge: wie sexueller Missbrauch definiert wird, dass es ein persönliches Ja- und ein Nein-Gefühl gibt, das man auch zum Ausdruck bringen darf, dass man diese Gefühle mit Hilfe von drei wichtigen Fragen zur Abschätzung der jeweiligen Situation benutzen kann und dass ein Kind niemals Schuld ist an sexuellem Missbrauch.

Mit einfachsten Requisiten verstanden es die Theaterpädagogen, den Szenen durchaus auch Witz und vor allem Authentizität zu geben. Das ließ die Eltern lachen, jedoch auch hilflose Wut fühlen. Umso kräftiger klang am Ende des Stückes das Lied: "Mein Körper gehört mir!" bib

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