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Westfalenhallen: Fehlbetrag von einer Million

DORTMUND Die Westfalenhallen GmbH hat am Freitag Bilanz für das Jahr 2007 gezogen. Das Ergebnis kann sich trotz eines Fehlbetrages von einer Million sehen lassen. Dr. Ludiwg Jörder: "Das Ergebnis ist im Branchenvergleich absolut einmalig."

Westfalenhallen: Fehlbetrag von einer Million

Westfalenhalle Dortmund.

Manche Dinge kann man gar nicht oft genug wiederholen. Und so klingt es immer gleich, wenn Westfalenhallenchef Dr. Ludwig Jörder das Klagelied über die Subventionshilfen in der Branche anstimmt; als hätte eine Langspielplatte einen Sprung. Denn wo Länder und Kommunen anderen Messebetreibern aushelfen, wenn ihnen mal die Puste ausgeht, musste sich der Unternehmensverbund im Verdrängungswettbewerb unter den deutschen Messeplätzen seit 1995 ohne finanzielle Hilfe behaupten.

Und so verwundert es nicht, dass die Westfalenhallen Dortmund GmbH trotz Umsatzplus (47,4 Mio. Euro, plus 11,5 Prozent) einen Fehlbetrag von einer Mio. Euro ausweist. Immerhin: In 2006 hatte das Minus noch bei 1,9 Mio. Euro gelegen. Jörder verwies darauf, dass das Ergebnis trotz der roten Zahlen „im Branchenvergleich absolut einmalig“ sei, weil es ohne öffentliche Subventionen erzielt wurde.

Erfreulich: Messe, Hotel und Gastronomie erwirtschaften Gewinne. Dies reiche allerdings nicht aus, um „die defizitären Bereiche wie die Sportförderung sowie das Kongress- und Veranstaltungszentrum kostendeckend zu finanzieren“. Natürlich ist es spekulativ, aber der Westfalenhallen-Chef spielte erneut durch, was wäre, wenn der Verbund städtische Zuschüsse erhalten hätte. „Dann würden wir ein positives Ergebnis von neun Mio. Euro erzielen – ein Traumergebnis in unserer Branche.“

Messechef Stefan Baumann wollte aber nicht missverstanden werden. „Unser Ziel ist es nicht, selbst auch öffentlich finanziert zu werden. Vielmehr wünschen wir uns, dass die öffentlichen Finanzierungen anderswo abgebaut werden.“

Auch, wenn die Gesellschaft in den Miesen steckt, stellt sie nach wie vor einen wichtigen Image- und Wirtschaftsfaktor für die Region dar. So verzeichnete der Unternehmensverbund im vergangenen Jahr 2,1 Mio. Besucher. In den vergangenen fünf Jahren war die Besucherzahl damit nur im Jahr der Fußball-WM 2006 höher. Unter den Besuchern sei auch ein hoher Anteil von Gästen aus dem Ausland gewesen. „Durch Messen, Tagungen und Veranstaltungen wurden in 2007 rund 153.000 Übernachtungen in Dortmund gebucht.“

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