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Bewährungsstrafe für Halterner (35)

HALTERN/MARL Eine siebenmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung mit Auflagen wie stationäres, betreutes Wohnen und regelmäßiger Kontakt zur Suchtberatung der Caritas verhängte das Schöffengericht gegen einen 35-jährigen Halterner.

Am Donnerstag musste er sich vor dem Schöffengericht wegen versuchten Einbruchdiebstahls, versuchter Nötigung und Sachbeschädigung verantworten.

Durchs Fenster eingestiegen

Der Angeklagte war sichtlich erleichtert, als Richter Michael Brechler das Urteil verkündete. Der zweifache Vater hatte Ende 2007 gegen das Fahrrad seiner Ex-Freundin getreten, nachdem diese ihn nicht in die Wohnung lassen wollte. Das beschädigte Vorderrad hatte er jedoch später selbst ersetzt. Den versuchten Einbruchdiebstahl beging der Halterner im Juni 2007, als er durch ein angelehntes Schlafzimmerfenster in Haltern einstieg, die Schubladen durchwühlte und schließlich von der Bewohnerin entdeckt wurde und floh.

Jugendlichen bedroht

Die Anklage der versuchten Nötigung geht auf eine Tat im September 2005 zurück. An diesem Tag beschimpfte der Harz IV-Empfänger im Kardinal-Graf-von-Galen-Park fünf Jugendliche und forderte einen 18-jährigen Halterner auf, ihm dessen Handy zu geben. Als der Jugendliche sich weigerte, drohte er ihm Prügel an.

Geständnis

Der Angeklagte zeigte sich geständig, stritt aber ab, versucht zu haben, das Handy zu stehlen. Er habe das gleiche besessen und es sei ihm zuvor gestohlen worden. Er habe nachsehen wollen, ob es seins gewesen ist. Die Zeugen hatten damals bei der Polizei ausgesagt, der Angeklagte habe sie beschimpft und beleidigt. Richter Brechler jedoch ließ den Anklagepunkt der Beleidigung fallen, da die geladenen Zeugen nicht erschienen und der Angeklagte aussagte, die Beschimpfungen hätten gegenseitig statt gefunden. Der Angeklagte war zum Tatzeitpunkt Alkoholiker und gab gestern zu, bei allen Vorfällen unter massivem Alkoholeinfluss gestanden zu haben.

Gute Sozialprognosen

Der mehrfach Vorbestrafte verbüßt derzeit noch eine Bewährungsstrafe, die in sieben Tagen endet. Dass der 35-Jährige auch dieses Mal mit einer Bewährung davon kommt, begründete der Richter mit den guten Sozialprognosen. Der Angeklagte ist auf eigenen Wunsch bei einem Anti-Aggressions-Training und für einen Platz beim betreuten Wohnen angemeldet, außerdem hat er einen erfolgreichen Alkoholentzug gemacht.

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