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Fernsehjournalist referiert über Europa

EU-Optimist sieht Brexit auch als heilsamen Schock

Haltern Europapolitik aus ersteer Hand: Der ZDF-Korrespondent und gebürtiger Halterner Stefan Leifert war zu Gast in Haltern und berichtete über die Entwicklungen in Brüssel. Für ihn selbst interessant war vor allem, was die Halterner Bürger darüber denken.

EU-Optimist sieht Brexit auch als heilsamen Schock

Der gebürtige Halterner Journalist Stefan Leifert berichtet sonst aus dem ZDF-Studio in Brüssel.Stenner Foto: Foto: Pia Stenner

Er ist 1977 in Haltern geboren, hier aufgewachsen, hat hier Abitur gemacht. Der Karriereweg des Journalisten Dr. Stefan Leifert führte über München, Dublin und Berlin bis ins ZDF-Studio nach Brüssel. Nachdem er die Woche in Straßburg verbracht hatte, war Leifert am Freitagabend in Haltern in der Stadtbücherei zu Gast. Im Rahmen der Reihe „Nachgefragt“ referierte der Brüsseler Korrespondent über die Europapolitik. Auch wenn die manchmal ganz schön trocken sei, räumte Leifert ein.

Der Europa-Experte beleuchtete die Situation der EU aus der Sicht des Europa-Optimisten und des Europa-Pessimisten. Der Veranstaltungstitel „Europa: Krise ohne Ende?“ sei berechtigt angesichts der noch nicht allzu lange überwundenen Finanzkrise, der Flüchtlingskrise, dem anstehenden Brexit und dem überall in Europa zunehmenden Rechtspopulismus, meinte Leifert.

Kein Dominoeffekt

Doch neben den Problemen in der EU konnte Leifert auch einige positive Entwicklungen ausmachen. Der Brexit sei eine Art „heilsamer Schock“, denn mittlerweile denke kein anderes Land mehr ernsthaft über ein Referendum zum EU-Austritt nach: „Der Dominoeffekt ist ausgeblieben“, sagte Leifert. Auf die Frage, was bisher in den Brexit-Verhandlungen passiert sei, höre man aus Brüssel im Wesentlichen die Antwort: „Nichts.“ Es gebe derzeit kein Konzept zum Austritt Großbritanniens aus der EU, das von beiden Verhandlungsseiten akzeptiert würde. Dennoch bezeichnet Leifert sich selbst als Europa-Optimisten.

Diskussion

Nach dem Vortrag hatten die Zuhörer die Chance, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Genau dieser Austausch mit den Zuhörern war für Leifert das Besondere. „Ich finde es als Journalist auch mal interessant zu hören, was die Menschen hier in Haltern darüber denken, was in Brüssel passiert.“ Vorträge direkt vor Publikum seien für ihn eher die Ausnahme. „Aber für Haltern mache ich das natürlich“, sagte der Fernsehjournalist und freute sich, dass er in den Reihen auch einige bekannte Gesichter entdecken konnte. Am Ende gab es als Dankeschön eine Kiste voller Halterner Spezialitäten von Andrea Coenen-Brinkert, einer ehemaligen Klassenkameradin Leiferts, die nun die Leiterin der Stadtbücherei ist.

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