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Einblicke in die Römerzeit

HALTERN „Wer reich war, dessen Grab war weithin sichtbar.“ Diese und andere Erkenntnisse über die Römer sammelten die Schülerinnen und Schüler der 6a der Alexander Lebenstein-Realschule in den letzten Wochen in ihrem Geschichtsunterricht.

Einblicke in die Römerzeit

Die 6a der Alexander-Lebenstein-Realschule fertigte ein Modell der römischen Gräberstraße.

Herausgekommen ist dabei ein Modell im Maßstab 1:100 der Römischen Gräberstraße auf Halterner Stadtgebiet. Statt nur trockene Geschichtsdaten zu lernen, erfuhren die Schüler beim Umgang mit handfesten Materialien wie Holz und Farbe Interessantes über das tägliche Leben der Römer.

Zuerst ins Römermuseum

Bevor sich die Schüler unter Anleitung ihres Klassenlehrers Thomas Verneuer an die Arbeit machten, ging es zunächst ins Römermuseum. Dort befindet sich im Eingangsbereich der Ausstellung eine Vitrine, die über den Verlauf der Gräberstraße informiert. Die rund 40 Meter breite Straße verlief zwischen dem Annaberg und dem Hauptlager. Nördlich der Straße befanden sich die Gräber, von denen bisher über hundert entdeckt wurden: „Bedeutende Römer,“ so eine Schülerin, „wurden nach Rom transportiert, aller anderen wurden hier begraben.“

Inschriften

Traditionell wurde in Rom Stein für den Gräberbau verwendet. Da dieses in Haltern aber nicht vorhanden war, griffen die Römer auf Holz und andere Materialien zurück, die die Umgebung lieferte. Auf den Gräbern wurden zudem Inschriften angebracht, die Auskunft über Namen und Herkunft der Verstorbenen gaben.

Angst vor den Toten „Nicht nur weil die Römer Angst vor den Toten hatten, sondern vor allem auch, weil es hygienischer war, wurden die Gräber außerhalb an der Gräberstraße angesiedelt“, erklärt Museumspädagogin Renate Wiechers den Schülern beim Aufstellen des Modells im Römermuseum. Und sie hatte noch eine weitere spannende Antwort für die Schüler parat. Wieso wissen die Archäologen, dass es sich um eine Gräberstraße handelt?

Dunklere Erde

Dies, so Wiechers, sei von den Archäologen zu rekonstruieren, da entlang der Straßen Gräben von den Römern gebaut wurden. In diese setzte sich im Verlauf der Zeit dunklere Erde ab – und somit wird für die Nachwelt der Straßenverlauf sichtbar. Das ausgestellte Modell der Gräberstraße ist noch bis Ferienende im Römermuseum zu besichtigen.

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