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Rekumer Straße 5

Heimatvereins-Chef überreichte neuen Stolperstein

HALTERN Einen neuen Stolperstein überreichte der Vorsitzende des Vereins für Altertumskunde und Heimatpflege, Franz Schrief, an Bürgermeister Bodo Klimpel.

Heimatvereins-Chef überreichte neuen Stolperstein

Franz Schrief (l.), Vorsitzender des Heimatvereins, übergab den Stolperstein an Bürgermeister Bodo Klimpel.

Der Heimatverein sprang nach Worten seines Vorsitzenden gern ein, um den vor ein paar Wochen an der Rekumer Straße zerstörten Stein erneuern zu lassen.

Der Kölner Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht stets geschrieben: „Hier wohnte...“ So auch auf dem nun erneuerten Stein: Er erinnert an Heinrich Daniel, der zuletzt an der Rekumer Straße 5 wohnte. Der Verein für Altertumskunde und Heimatpflege hat sich mit der Geschichte der Juden in Haltern stets beschäftigt und brachte bereits Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts die erste Schrift mit dem Titel „Die Jüdische Gemeinde Haltern“ heraus. Daraus geht hervor, dass die ersten Juden schon im Jahre 1586 in Haltern gewohnt haben. Es folgte im März 1982 aus Anlass der „Woche der Brüderlichkeit“ das ebenso vom Verein für Altertumskunde und Heimatpflege herausgegebene Buch „Die Geschichte der Juden in Haltern“.

1989 betreute der Verein die Examensarbeit einer angehenden Religionslehrerin, die sich diesem Thema widmete: „Es geschah auch bei uns in Haltern. Juden in der Nazizeit. Ein Versuch, aus der Erinnerung zu lernen.“ 1995 schließlich entstand die Schrift „Die Geschichte der Juden in Haltern“, als sich Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule in Haltern dieses Thema überarbeiteten und letztlich so auch entscheidend dazu beigetragen haben, Alexander Lebenstein dazu zu motivieren, erstmals wieder nach dem Holocaust in seine Heimatstadt Haltern zu kommen. Daraus entstanden ist der enge Kontakt zwischen dem Holocaust-Überlebenden zur Realschule, die inzwischen den Namen des Halterner Ehrenbürgers Alexander Lebenstein trägt.

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