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Drückjagd in der Haard

Jäger schossen am Donnerstag drei Mufflons ab

HALTERN Drei Mufflons sind am Donnerstag bei der revierübergreifenden Drückjagd in der Haard abgeschossen worden. Dies teilte der Pressesprecher des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Jens Hapke, auf Anfrage unserer Redaktion mit. Zudem stehe nun fest, dass die Muffelschafe widerrechtlich in der Haard ausgesetzt worden sind.

Jäger schossen am Donnerstag drei Mufflons ab

Insgesamt drei Mufflons - hier ein Archivbild von einer Herde im Wildpark Granat - wurden bei einer Drückjagd gestern abgeschossen. Damit sind nur noch wenige Wildschafe in der Haard am Leben.

Schon vor zwei Tagen wurde bei einem abgeschossenen Mufflon eine Ohrmarke gesichert. Da diese nur bei Tieren in Gatterhaltung gesetzt wird, sei klar, dass die Tiere nicht von selbst in die Haard gekommen sind. „Die Tiere stammen wohl aus Hessen“, gab Hapke bekannt. Jetzt müsse man akribisch forschen, um den Besitzer zu ermitteln. Danach würde auch Anzeige wegen illegaler Auswilderei gestellt.

Der Halterner Jäger Björn Ziplies versucht zusammen mit weiteren Mitgliedern des Halterner Hegerings mit allen Mitteln, den Totalabschuss des Muffelwilds in der Haard zu verhindern – auch wenn es dazu fast zu spät ist. Noch am Mittwoch hatte er eine Online-Petition zum Erhalt der Herde verfasst, wohl wissend, dass am gestrigen Donnerstag die zweite Drückjagd innerhalb der Jagdsaison im Bereich des RVR und der Hegegemeinschaft Haard / Haardvorland stattfand. „Zwei Drückjagden innerhalb einer Saison hat es in der Vergangenheit nicht gegeben“, sagt Ziplies, „ein Schelm, wer nun Böses dabei denkt. Die Herde weiter zu beobachten und im Rahmen eines angepassten Abschussplanes zu bejagen, wäre hier die sinnvollste Lösung.“ Ziplies fragt sich zudem, warum der RVR vor 15 Jahren Maßnahmen ergriffen hat, um beste Bedingungen für Wildschweine zu schaffen, dies aber bei den Mufflons nicht für nötig hält. Damals hätte der RVR durch Aufforstungen und Biotopverbesserungen ideale Lebensbedingungen für Wildschweine hergestellt, wie es auch in der neusten Ausgabe 01/2015 des Magazins „Rheinisch-Westfälischer-Jäger“ nachzulesen ist.

Björn Ziplies hat zudem Kontakt mit dem Naturschutzbund (NABU) Haltern aufgenommen, um seine Ansichten von den Naturschützern bestätigt zu bekommen. Carola De Marco vom NABU-Haltern versteht zwar beide Seiten, die der Jäger im Sinne des Tierschutzes, aber auch die des RVR, weil das Muffelwild hier nicht heimisch ist.

HALTERN Das Muffelwild in der Haard steht weiter auf der Abschussliste. Dies bestätigten der RVR und die Hegegemeinschaft Haard / Haardvorland. Am Donnerstag ist Drückjagd. Und sollte dabei einem Jäger ein Mufflon vor die Flinte laufen, würde es sicher auch geschossen werden.mehr...

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