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Geplante Umgehungsstraße

K 8n steht im Widerspruch zu den Zielen der Regionale

HULLERN Der Bau der geplanten Umgehungsstraße K 8n zwischen Hullern und Olfen (wir berichteten) steht im krassen Gegensatz zu den Zielen der Regionale 2016. Dies sagt das "Aktionsbündnis gegen die K 8n" und hat deshalb die Gründe dafür in einem offenen Brief zusammengefasst.

K 8n steht im Widerspruch zu den Zielen der Regionale

Bei der vom Kreis Coesfeld und der Stadt Olfen favorisierten Variante 3 des K-8n-Trassenverlaufs würde die Umgehungsstraße in der Nähe der Steverbrücke auf die B 58 treffen.

In dem Schreiben, das unter anderem an den Landrat des Kreises Coesfeld, Konrad Püning, sowie die Landtagsabgeordneten für Haltern und Olfen ging, beschreibt das Aktionsbündnis den betroffenen Alten Postweg in Hullern als „eine historische Wegeverbindung, die heute von vielen Menschen zur Naherholung genutzt wird (Wandern, Joggen, Rad fahren)“.

Und weiter: „Die hier vom Straßenverkehr noch unbelastete Münsterländer Kulturlandschaft mit Wäldern und Ackerflächen ist Teil des Naturparks Hohe Mark und liegt in direkter Nachbarschaft zu den Naturschutzgebieten in der Stever- und Lippeaue.“ Gleichzeitig sei das Gebiet auch Teil des Regionale-2016-Projekts „2Stromland“, welches „eine ökologisch nachhaltige Entwicklung und die Förderung einer naturorientierten Erholungsnutzung in der Region zwischen Stever und Lippe zum Ziel hat“, so das Aktionsbündnis. Und zusammengenommen sei der Bau der K 8n durch diese Landschaft „nicht vereinbar“ mit dem 2Stromland-Projekt. Das Aktionsbündnis bittet deshalb die Politiker darum, vor einer Beschlussfassung zum Linienabstimmungsverfahren die Angelegenheit kritisch zu prüfen.

Für das Aktionsbündnis gibt es aber noch einen weiteren Grund, warum der Bau der K8 n zu verhindern ist: Neben dem schon länger bekannten Vorkommen des Uhus gelang jetzt der Nachweis für eine weitere äußerst seltene Vogelart im Bereich des ehemaligen Munitionsdepots Olfen. „Zwischen Mai und Juli dieses Jahres konnte ich hier mehrfach abends den Gesang des Ziegenmelkers hören, und zwar genau in dem Bereich, wo nach dem Willen der Stadt Olfen und des Kreises Coesfeld die Trasse der K 8n (Variante 3) parallel zum Alten Postweg zwischen Olfen und Hullern verlaufen soll“, teilte Diplom-Biologe Walter Fleuster vom Aktionsbündnis mit.

Die zuständige Naturschutzbehörde im Kreis Coesfeld wurde inzwischen über den Reviernachweis informiert und hat das Vorkommen bestätigt. Bei allen weiteren Planungen wird es zu berücksichtigen sein, so Walter Fleuster. Der Ziegenmelker oder die Nachtschwalbe ist eine in Nordrhein-Westfalen streng geschützte Zugvogelart (Rote Liste 1, „Vom Aussterben bedroht“), der Gesamtbestand in NRW liegt aktuell bei nur 250-300 Revieren. „Wir sehen in diesem Vorkommen ein weiteres gewichtiges Argument gegen das unsinnige und überflüssige Straßenbauprojekt am Alten Postweg“, so Walter Fleuster abschließend.

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