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Kinderbuch-Ausstellung wurde eröffnet

HALTERN Die Ausstellung „Wie Arminius und Varus ihren Weg ins Kinderzimmer fanden“ lädt zu einer spannenden Exkursion durch vier Jahrhunderte Literaturgeschichte ein. Sonntagmorgen wurde die extra für Haltern konzipierte Ausstellung im Beisein vieler Gäste mit Reden und Gesang (Trio ROJal) eröffnet.

Kinderbuch-Ausstellung wurde eröffnet

Arminius in Kinderbüchern führte Sonntagmorgen viele Gäste zusammen: Carola Pohlmann von der Staatsbibliothek Berlin (l.) mit Horst Nolting, Bernd Köster, Marlies Breuer, Kathrin Henninger und Franz Schrief.

500 Kinder- und Jugendbücher hat Carola Pohlmann in der Berliner Staatsbibliothek gesichtet, 48 hat sie mit nach Haltern gebracht für eine, so Bernd Köster, gar nicht so unbescheidene Ausstellung. „Die Nothaushaltsgemeinde Haltern hat anders als Detmold und Kalkriese bei der Programmgestaltung zum Varusjahr ihren Wünschen nicht freien Lauf lassen können, aber mit dieser Ausstellung steuern wir auf sehr schöne Weise dem Höhepunkt entgegen“, sagte Ursula Kelders, stellvertretende Bürgermeisterin, in ihrer Begrüßung.

Sie dankte dem Verein für Altertumskunde und Heimatpflege sowie den Freunden der Stadtbücherei für die Unterstützung und Bernd Köster für sein Bemühen, die Stadtbücherei zu einem kulturellen Mittelpunkt der Stadt zu machen. Mit Ehrennadeln des Altertumsvereins zeichnete Vorsitzender Franz Schrief Carola Pohlmann und Kathrin Henninger aus. Er drückte damit die Anerkennung für die Monate dauernde Sichtung der Bücher in Berlin und die tagelange, sorgfältigste, architektonische Aufbauarbeit im Keller der Stadtbücherei aus.

„Niemand von uns hätte diese Arbeit leisten können“, pflichtete ihm Bernd Köster bei. Ingrid Kissling, Vorsitzende des Fördervereins der Stadtbücherei, dankte mit Buchpräsenten. Sie wünschte der „kleinen, feinen Ausstellung“ viele Besucher. Die Ausstellung erzählt, wie das fesselnde, faszinierende Ereignis vor 2000 Jahren Einzug in die Kinderbuchliteratur hielt. Carola Pohlmann: „Generationen von Jugendbuchautoren haben Arminius oder, wie er meist genannt wurde, Hermann den Cherusker, zu einer nationalen Identifikationsfigur erhoben, zum Verteidiger der deutschen Freiheit und zum Vorbild der Jugend.“ Obwohl Arminius für die Autoren der Gegenwart nicht mehr die gleiche Bedeutung besitze, sei das Interesse an dieser historischen Persönlichkeit nicht erloschen. Der Sieg Arminius' über Varus war ein Stoff, an dem zahllose Autoren ihre Phantasie abarbeiteten, die Ausstellung erzählt interessant davon. Und nur an diesem einen Ort: in der Stadtbücherei. „Wie Arminius und Varus ihren Weg ins Kinderzimmer fanden“ ist  bis zum 30. September zu sehen. Dazu gibt es einen Ausstellungskatalog.

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