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Motorsport auf Übungsplatz

Motocross-Fahrer liebäugeln mit Borkenbergen

Haltern Die Enduro- und Motocross-Fahrer aus Haltern und Umgebung sehen in der Öffnung der Militärübungsplätze der Borkenberge eine einmalige Chance, ihrem sportlichen Hobby nachzugehen. Und sie sind überzeugt: "Das muss keineswegs mit den Interessen des Naturschutzes kollidieren".

Motocross-Fahrer liebäugeln mit Borkenbergen

Wo einst die Panzer rollten, wollen die Motocross-Fahrer jetzt einen Teil des Geländes für ihren Sport in Anspruch nehmen.

Auf einer Petitionsseite im Internet haben sich inzwischen mehr als 2000 Fahrer aus ganz NRW und darüber hinaus für die Schaffung eines solchen Geländes ausgesprochen. „Aus Haltern selbst kommen etwa 65 Einträge“, sagen Lukas Pampus und Stephen Wirth, die gemeinsam mit befreundeten Fahrern die Interessen zurzeit bündeln. „Wir sind dabei, ein Konzept auszuarbeiten“, so die beiden Halterner. Auch die Möglichkeit einer Vereinsgründung wird in Erwägung gezogen.

„Eine Motocross-Bahn gibt es in Münster“, sagt Dirk Wissing, Fahrer aus Dülmen. Auch er wäre an einem Trainingsgelände in der Nähe sehr interessiert. Die Enduro-Fahrer müssen noch weiter ausweichen: Es gibt eine Bahn in Greven, weitere erst in den Niederlanden, in Belgien oder Frankreich.

Die Nutzung des bisherigen Militärgeländes in den Borkenbergen würde dazu beitragen, die Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen in dem Gebiet zu erhalten, da durch die Motorräder in ähnlicher Weise wie bisher durch die Militärfahrzeuge das Gelände in einem Teilbereich offen gehalten würde, sagen die Fahrer. Ihnen schwebt eine kontrollierte Öffnung vor, bei der fest vereinbarte Zeiten eingehalten werden. Ein Verein könne den Betrieb der Anlage gewährleisten, sagen sie. Sie sehen auch einen touristischen Aspekt, da Fahrer aus der gesamten Bundesrepublik das Gelände nutzen würden.

„Enduro- und Motocrossfahrer sind keine „Naturzerstörer“. Sie üben ihren Sport unter anderem deshalb aus, weil sie die Natur lieben. Diese Sportart wird in Deutschland oft verkannt.

Diskussion um Truppenübungsplatz

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 Endurofahrer „müssen“ ihren Sport heimlich und leider oft illegal ausüben, da sie dazu in Deutschland nur wenige Möglichkeiten finden. Fast alle Nachbarländer Deutschlands fördern diese Sportart“, schreiben die Fahrer in ihrem Positionspapier. Illegales Fahren stellt mindestens eine Ordnungswidrigkeit dar. Ein legales Trainingsgelände würde die illegale Szene eindämmen, meinen deshalb die Motorsportfreunde. „Die Szene reguliert sich selbst“, sagen sie.

Wichtig ist ihnen eine einvernehmliche Lösung. Diese streben sie gemeinsam mit der Stadt Haltern und den Naturschützern an. „Es geht nicht gegen einander, sondern nur im Konsens“, sagen die Fahrer. Am Rande der letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses haben sie Kontakt zu Baudezernent Wolfgang Kiski aufgenommen. „Er hat sich bereit erklärt, mit uns über formale Grundlagen zu reden und uns zu informieren, welche notwendigen Schritte wir einschlagen müssen“, sagt Lukas Pampus.

Auch einen Geländeabschnitt haben die Fahrer schon ins Auge gefasst: das sogenannte „Southfork-Gelände“. „Es ist von der Sythener Seite erreichbar, eine ausgebaute Zugangsstraße gibt es schon. Es besteht aus offenem Sandgelände und einigen angrenzenden Waldabschnitten. Da es von drei Seiten von Hügeln eingeschlossen ist, würde auch der Lärm gut abgeschirmt“, finden die Fahrer.  

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