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Vergewaltigung am Prozessionsweg in Haltern

Täter muss für Jahre ins Gefängnis

HALTERN/ESSEN An einem Februarabend herrschte erst Partystimmung, dann wurde eine Frau aus Haltern von zwei Männern vergewaltigt. Am Donnerstag fiel vor dem Landgericht Essen das Urteil.

Täter muss für Jahre ins Gefängnis

Auf einem Privatweg am Prozessionsweg wurde die Halternerin im Februar 2017 vergewaltigt. Foto: Kevin Kindel

Nach der Party in der Stadtmühle kam es zu einer unfassbaren Tat: Im Februar 2017 wurde eine Frau aus Haltern nach einem Disko-Besuch von zwei Männern vergewaltigt. Einer muss nun ins Gefängnis.

Das Essener Landgericht hat einen 37-jährigen Kosovaren am Donnerstag zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der mutmaßliche Mittäter konnte dagegen bis heute nicht gefasst werden. Doch es gibt neue Fahndungsansätze. Der Angeklagte hat ihn während seines eigenen Prozesses erstmals auf einem Foto identifiziert.

Opfer zufällig getroffen

Es war die Nacht auf den 5. Februar 2017. Der Angeklagte war mit einem Bekannten von Marl aus zur Stadtmühle gefahren, seiner Lieblingsdisko. Dort traf er auf sein späteres Opfer. „Ein Zufall“, wie er sagt. Die beiden kannten sich allerdings schon von einem früheren Disko-Besuch, hatten sich über WhatsApp auch schon geschrieben. Als der 37-Jährige einen Grabsch- und Annäherungsversuch startete, wehrte die Frau jedoch ab. „Ich will nicht, dass du mich anfasst. Ich bin eine verheiratete Frau.“ So oder so ähnlich soll sie sich damals ausgedrückt haben. Der Angeklagte will sich daraufhin entschuldigt und zurückgezogen haben.

Als er sich spät in der Nacht jedoch anbot, sie und ihre Freundin nach Hause zu fahren, willigte die 50-Jährige ein. Die Freundin wurde als erste abgesetzt, dann ging es weiter zu einer dunklen Stelle am Prozessionsweg.

Zwei Männer sollen Halternerin vergewaltigt haben

Das Grauen vor 15 Monaten am Prozessionsweg

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Was dann passierte, muss ein echter Albtraum gewesen sein. Die 50-Jährige hatte noch versucht, sich zu wehren und gerufen: „Nein, ich will das nicht.“ Doch gegen die beiden Männer – auch der Bekannte saß mit im Auto – hatte sie keine Chance.

Bei der Polizei hatte der 37-Jährige später diese Sätze zu Protokoll gegeben: „Ich fühle mich schlecht. Ich habe Schuld auf mich geladen. Ich habe ihr nicht geholfen. Ich habe ihr sogar selbst noch etwas angetan. Dafür will ich die Verantwortung übernehmen.“ Nach seiner Schilderung im Prozess war es sein Bekannter, der damals als Erster über die Frau hergefallen sei. Auf dem Rücksitz. Nach einiger Zeit habe der ihn aufgefordert, mitzumachen. „Ich wollte kein Feigling sein“, hatte der Angeklagte später gesagt.

Ein schwerer Gang

Die Aussage der Halternerin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Wie schwer ihr der Gang ins Gericht gefallen ist, war allerdings nicht zu übersehen.

Die Familie des Angeklagten befindet sich seit 2001 in Deutschland, er selbst pendelte zwischen Slowenien, Deutschland und dem Kosovo hin und her, arbeitete mal als Lkw-Fahrer, mal als Maurer. Erst seit zwei Monaten ist er dauerhaft im Land. Er hat eine Lehrerin geheiratet, konnte vor Gericht allerdings nicht einmal sagen, an welcher Schule sie arbeitet.

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