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Hakenkreuz

Unterführung wurde mit NS-Symbolen beschmiert

HALTERN Spaziergänger trauten am Sonntagmorgen an der Unterführung "Der See schlägt Wellen" ihren Augen nicht: Unbekannte hatten in der Nacht zu Sonntag ein circa drei Meter breites und über zwei Meter hohes Hakenkreuz auf die blaue Wand der Unterführung gesprüht.

Flankiert wurde das rechtsradikale Symbol links und rechts von roten SS-Runen. „Das ist ein absoluter Skandal“, kommentierte ein vorbeifahrender Radfahrer. Anwohner betrachteten fassungslos die Schmierereien.

Die Polizei war bereits am frühen Sonntagmorgen über die verbotenen Symbole informiert worden. Sie wies deshalb den Betriebshof an, die besprühten Stellen zu verdecken. „Der Staatsschutz wird außerdem Ermittlungen aufnehmen“, erklärte ein Polizeisprecher gestern auf Nachfrage. Über Facebook machte die Nachricht von dem sechs Quadratmeter großen Hakenkreuz schnell die Runde. In verschiedenen Gruppen ließen die Nutzer ihrem Unmut freien Lauf. Spontan fanden sich dann auch einige Halterner, die die Nazi-Schmierereien entfernen wollten. Und tatsächlich: Einige trafen sich um 14 Uhr an der Unterführung zu einer spontanen Reinigungsaktion.

Dies rief wiederum die Polizei auf den Plan. Die Beamten wollten zuerst verhindern, dass die Wand gesäubert wird. Sie befürchteten, dass dadurch Beweise zerstört werden könnten. Doch nach nochmaliger Rücksprache mit dem Staatsschutz gab die Polizei schließlich grünes Licht für die Aktion. Mit einem vom Betriebshof zur Verfügung gestellten Spezialmittel machten sich die engagierten Bürger an die Arbeit. „Doch die Menge des Mittels hat nicht ausgereicht. Wenigstens konnten wir eine SS-Rune und einen Teil des Hakenkreuzes entfernen“, sagte der an der Aktion beteiligte Hendrik Griesbach. Anschließend verdeckten sie die Symbole wieder. Die Mitarbeiter des Betriebshofes werden die Arbeit der engagierten Bürger heute beenden.

Schon in der Vergangenheit wurde die Unterführung mehrfach mit Graffiti verschandelt. Anfang September hatte ein bisher unbekannter Täter unter anderem mit schwarzer Farbe den Schriftzug „OSUS“ an den blauen Blendrahmen gesprüht. Zwar handelte es sich schon damals nicht um ein Kavaliersdelikt, „aber das hat jetzt eine neue Qualität“, so Hendrik Griesbach.

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