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Steigende Nachfrage bei knappem Platzangebot

Vier Neubauten für die OGS-Betreuung in Haltern

HALTERN Exakt 636 Grundschüler sind ab dem Sommer in den Offenen Ganztagsschulen in Haltern angemeldet. In sieben Jahren soll theoretisch doppelt so viel Platz verfügbar sein. Der Schulamtsleiter findet klare Worte.

Vier Neubauten für die OGS-Betreuung in Haltern

Dort, wo jetzt Parkplätze und Fahrradständer zu finden sind, soll an der Marienschule ein Neubau hin. Foto: Foto Jürgen Wolter

Die Bundesregierung hat sich einen Rechtsanspruch auf die Fahnen geschrieben, sodass bis 2025 jeder Grundschüler einen Nachmittags-Betreuungsplatz bekommen soll. Aktuell nehmen knapp unter 50 Prozent aller Halterner Kinder die Offene Ganztagsschule (OGS) in Anspruch, Tendenz steigend.

Weil die Organisatoren mit immer mehr Kindern rechnen, muss mehr Platz her. „Die Verwaltung sieht im Moment einen Handlungsbedarf an vier Grundschulen“, teilte Schulamtsleiter Ludger Muck jetzt dem Schulausschuss mit. An der Marienschule, der Katharina-von-Bora-Schule und der Grundschule Sythen sollen Neubauten her, auch in Flaesheim ist es schon sehr eng, dort will man die Entwicklung der Anmeldezahlen zunächst noch beobachten. Wann diese neuen Räume entstehen können, das hängt auch davon ab, wann die Stadtverwaltung Geld dafür bekommt.

Steigende Anmeldezahlen werden erwartet

„Wenn ich einen Rechtsanspruch manifestiere, dann muss ich den Kommunen auch die Knete dafür geben“, sagt Muck. Weil viele Eltern die Flexibilität der Betreuungszeiten kritisierten, gingen die Anmeldezahlen zuletzt zurück, nach einem Erlass im Februar sei aber damit zu rechnen, dass sie wieder rasch steigen. Der Schulamtsleiter plant, dass etwa 60 Prozent der Eltern zukünftig wollen, dass ihre Kinder in der OGS betreut werden. Verschiedene Hochrechnungen prognostizieren bundesweit Quoten bis zu 80 Prozent. „In Haltern haben wir aber ein Klientel, das sich selbst um die Kinder kümmern will“, so Muck. Um die 60 Prozent unterzubringen, bräuchte man in der Stadt 150 bis 180 neue OGS-Plätze.

Bereits jetzt sind viele OGS-Standorte sehr beengt. An der Marienschule gibt es (als einzige in der Stadt) schon eine konkrete Warteliste mit 25 Schülern, die keinen OGS-Platz haben. Im Jahr 2005 wurde die Schule für die Aufnahme von etwa 50 betreuten Schülern ausgebaut, jetzt sind 89 Kinder versorgt. Für weiteres Wachstum müssen zwei neue Räume her, so groß wie Klassenzimmer, meint die Verwaltung.

Kinder bekommen Essen in drei Durchgängen

An der Katharina-von-Bora-Schule müssen die bis zu 144 Kinder aktuell schon in drei Durchgängen ihr Mittagessen einnehmen. Bereits jetzt gebe es eine „erhebliche Enge und einen als ganz besonders störend empfundenen Lärmpegel“ im Keller des Gebäudes. Ein etwa 150 Quadratmeter großes neues Gebäude soll her. Auch in Sythen werden schon fast doppelt so viele Kinder betreut als ursprünglich geplant. Zwei Klassen sollen in einen Neubau ziehen, sodass ein kompakter OGS-Bereich im bestehenden Gebäude geschaffen wird. In Flaesheim wurde bereits eine Wohnung im Schulgebäude ausgebaut, doch dieser Platz reicht auch kaum noch aus.

„Wir haben auch keine Keller mehr in den Schulgebäuden auszubauen. Jetzt müssen wir bauen, wenn wir so einen Rechtsanspruch aufgedrückt kriegen“, sagt Ludger Muck. Die Stadt müsse jetzt auf weitere Informationen von Bezirks- und Landesregierung warten.

Im zweiten Halbjahr 2018 sollen Finanzierungs- und Baupläne aufgestellt werden, im kommenden Jahr könnte man dann mit den Arbeiten beginnen, erklärt Muck. Eine Prioritätenliste werde aufgestellt, im Jahr 2020 könnten dann die ersten Räume genutzt werden. Durch aktuell schon verfügbare Förderungen und zehn Prozent Eigenanteil der Stadtverwaltung komme man auf knapp zwei Millionen Euro: „Damit werden wir für die vier Standorte relativ weit kommen“, meint Muck. Und Stadtsprecher Georg Bockey ergänzt: „Bürgermeister Klimpel fordert, dass Bund und Land die Kosten eines Rechtsanspruches zu 100 Prozent übernehmen.“

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