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Darauf müssen Halterner Schüler bei Ferienjobs achten

Vom Mindestalter bis zum Stundenlohn

Haltern Sechs Wochen Ferien. Und jede Menge Zeit, um Geld für eine große Reise oder ein neues Fahrrad zu verdienen. Ferienjobs sind eine gute Gelegenheit, um das Taschengeld aufzubessern. Aber worauf müssen Schüler beim Ferienjob achten? Und wo findet man die überhaupt? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Vom Mindestalter bis zum Stundenlohn

Eine Studentin beim Kellner-Training. Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb

Dürfen Schüler arbeiten?

Ja. Allerdings gibt es hier je nach Alter bestimmte Regeln, die beachtet werden müssen. Kinder unter 13 Jahren etwa dürfen nicht arbeiten.

In welchem Umfang dürfen Schüler arbeiten?

Auch das hängt vom Alter der Schülerinnen und Schüler ab. Kinder über 13 Jahren dürfen höchstens zwei Stunden täglich leichte Arbeit verrichten und das auch nur, wenn die Eltern zustimmen. Auf dem elterlichen Hof dürfen es drei Stunden sein, sagt der Deutsche Gewerkschaftsbund-Jugend (DGB-Jugend).

Ab 15 Jahren dürfen Jugendliche acht Stunden täglich arbeiten, aber nicht mehr als 40 Stunden in der Woche. Auch hier dürfen die Schüler keinen körperlich schweren oder gefährlichen (z.B. mit Chemikalien) Tätigkeiten nachgehen. Auch Akkordarbeit ist verboten – wenn durch gesteigertes Arbeitstempo ein „höheres Entgelt“ erzielt werden kann.

Und wie sieht es am Wochenende aus?

An Samstagen und Sonntagen sowie an bestimmten Feiertagen dürfen Jugendliche nicht arbeiten. Allerdings gibt es hier viele Ausnahmen: Etwa in Gaststätten, Bäckereien, in der Landwirtschaft, Krankenhäusern oder Kfz-Werkstätten.

Gilt für Ferienjobs der gesetzliche Mindestlohn?

Ja, solange die Schüler 18 Jahre oder älter sind und arbeiten. Schülerinnen und Schülern in den alten Bundesländern stehen dann 8,84 Euro an Mindestlohn pro Stunde zu. Ferienjobber unter 18 Jahren müssen sich allerdings mit weniger zufriedengeben. Hier rät der DGB-Jugend, die Lohnhöhe ganz genau im Blick zu haben.

Was sollte man bei der Vertragsunterzeichnung beachten?

„Auf jeden Fall sollte jede Schülerin und jeder Schüler nur mit einem Vertrag in der Hand einen Ferienjob beginnen. Der muss vorher abgeschlossen werden und ganz klar Aufgaben, Arbeitszeiten und den Lohn regeln“, sagt die DGB-Expertin Manuela Conte.

Und wie sind arbeitende Schüler versichert?

Für die Zeit ihrer Beschäftigung sind die Schülerinnen und Schüler über den Arbeitgeber versichert.

Gibt es eine zentrale Anlaufstelle für Ferienjobs in Haltern?

Wer auf der Suche nach einem Ferienjob ist, dem empfiehlt Ulrich Brauer von der Arbeitsagentur etwa, größere Arbeitgeber direkt anzusprechen oder im Einzelhandel nachzufragen, ob Arbeitskräfte gesucht werden – etwa für Inventurarbeiten.

Auch auf der Internetseite der Arbeitsagentur www.arbeitsagentur.de finden Schüler über die freie Jobsuche Ferien- oder Studentenjobs. „Allerdings sind die Ferienjobs bei uns zurückgegangen. Die kommen nicht mehr auf den Markt, weil die schon seit Jahren über Mund-zu-Mund-Propaganda weitergegeben werden“, sagt Brauer. Für Studierende gibt es eine Stellenbörse der Westfälischen Hochschule. www.w-hs.de

Und wie stehen die Halterner Schulen zu Ferienjobs?

„Wir haben zwar gute Kontakte zu Arbeitgebern für die Berufsorientierungspraktika, aber ich kenne keinen Fall, wo wir mal einen Ferienjob vermittelt hätten“, sagt etwa der Leiter des Joseph-König-Gymnasiums, Ulrich Wessel. Es sei auch nicht im Sinne der Schule, wenn sie Ferienjobs vermittele. „Ferien dienen der Erholung und haben nicht primär das Ziel ,dass die Schüler ihr Taschengeld anreichern“, sagt Wessel.

Ähnlich sieht es an der Alexander-Lebenstein-Realschule aus: „ Die Kinder regeln ihre Ferienjobs selber. Ich glaube auch nicht, dass es unsere Aufgabe ist, da in der Vermittlerrolle zu sein. Das ist Privatsache zwischen Kindern und Eltern“, sagt Schulleiter Frank Cremer.

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