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Neues Bauland in Haltern

Wohnhäuser statt Blumen und Gestrüpp

Haltern An der Straße „Auf der Heide“ sollen inmitten der Wohnbebauung aus Ziergärten Baugrundstücke werden und auch am Pastors Kamp zwischen Innenstadt und Bahnhof werden neue Häuser entstehen. Doch die Politik will eine Gruppe bewusst ausklammern.

Wohnhäuser statt Blumen und Gestrüpp

Zwischen Bahnhof und Innenstadt wird die Stadt neues Bauland ausweisen. Das Verfahren bis zum ersten Spatenstich dauert aber mindestens zwei Jahre. Foto: Foto:Elisabeth Schrief

Nachverdichtung ist das Zauberwort: Die Verwaltung möchte damit die ungebrochene Wohnungsnachfrage in Haltern bedienen und zugleich ein Terrain für bezahlbaren Wohnraum schaffen.

An der Straße „Auf der Heide“ sollen 3000 Quadratmeter Gartenland erschlossen werden. Das Bauunternehmen Haverkamp hat vor, hier fünf Einzel- oder Doppelhäuser mit zwei Vollgeschossen und abgestuften Flachdächern zu bauen. Auf Beschluss des Ausschusses Stadtentwicklung und Umwelt wird nun vorab ein Bebauungsplan erstellt.

Noch mehr Potenzial

„Städtebauliches Ziel ist die wohnbauliche Nachverdichtung im Halterner Zentrum, um damit auch dem Wunsch nach kleineren und damit bezahlbareren Grundstücken gerecht zu werden“, betont Baudezernentin Anette Brachthäuser. Bei den Grundstücken handelt es sich um rückwärtige Gartenbereiche bestehender Wohnhäuser. Es gibt noch weiteres Potenzial in diesem Bereich, so die Verwaltung. Eigentümer sind eingeladen, bei einer noch folgenden Anwohnerversammlung ihre Grundstücksflächen mit einzubringen. Baubeginn könnte im Laufe des kommenden Jahres sein.

Ein weiteres neues Quartier möchte die Stadt am Pastors Kamp schaffen (wir berichteten). „Wir brauchen dringend Wohnbauflächen, wo die Stadt als Teileigentümer Einfluss nehmen kann“, vertrat Ralf Bürgers die Meinung der CDU. Ein Antrag seiner Fraktion war vorausgegangen. Laut Gutachterausschuss des Kreises sind hier die Bodenrichtwerte für Halterner Verhältnisse relativ moderat.

„Urbanes Gebiet“

Alle Parteien können sich mit einer Quartiersentwicklung im Hinterland der Recklinghäuser Straße zwischen Innenstadt und Bahnhof anfreunden. „Über dieses Gebiet reden wir schon lange“, reklamierten die Grünen die Idee für sich. Es sei sinnvoll, das Brachland zu bebauen, betonte Maaike Thomas im Ausschuss Stadtentwicklung und Umwelt. Von 2,6 Hektar Land gehört ein Hektar der Stadt. Hier soll das von der Bundesregierung verabschiedete Programm „Urbanes Gebiet“ zum Tragen kommen. Das heißt, hier ist ein Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten, Bildung, Kultur und Erholung auf engem Raum erlaubt. Ziel des Gesetzes ist, städtisches Bauen zu erleichtern.

Große Nachfrage

Auch die SPD hält die Bebauung für eine „vernünftige Lösung“, wie Heinrich Wiengarten betonte. Aber eines ist der Partei wichtig: Dass aus den Baugrundstücken keine Spekulationsflächen werden, sondern hier tatsächlich bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Den Grünen schwebt vor, an dieser Stelle klimafreundlich zu agieren: Mit Flächen für Carsharing oder Möglichkeiten besonderer Gartengestaltung beispielsweise. Es werden mindestens noch zwei Jahre vergehen, bis Baurecht besteht.

Die Nachfrage nach Bauland und Wohnungen hält unvermindert an. Das zeigte die Immobilienbörse am 10. und 11. März. „Wir können nach wie vor viele Wünsche nicht bedienen“, sagte auf Nachfrage Baudezernentin Anette Brachthäuser.

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