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Heimatverein Nienborg will Skulptur aufstellen

Bronze an der Dinkel lädt zum Mitlesen ein

Heek „Der Dichter auf der Bank“ heißt die Skulptur, die der Heimatverein Nienborg an der alten Mühle aufstellen möchte. Es ist ein Projekt zum 50-jährigen Bestehen. Es lieferte Anlass für Diskussionen im Bauausschuss.

Bronze an der Dinkel lädt zum Mitlesen ein

Theo Franzbach genießt das idyllische Umfeld der alten Mühle in Nienborg. Foto: Christiane Nitsche

Der Blick könnte kaum idyllischer sein: Zu den Füßen die Dinkel, am anderen Ufer die historische Wassermühle, dahinter die Wiesen und Auen längs des Ossenkamps. Es hätte ihm vermutlich gefallen. Paul Advena, Apotheker und Heimatdichter aus der Bauerschaft Wichum hat die alte Mühle in Nienborg zu Lebzeiten (1986-1947) in einem Gedicht besungen.

Geht es nach den Wünschen des Heimatvereins Nienborg, bekommt er dort einen Ehrenplatz – in Bronze, lebensgroß. Im Bauausschuss am Mittwoch warb Theo Franzbach, der Vorsitzende des Heimatvereins, für das Vorhaben, das der Verein zu seinem 50-jährigen Bestehen am 14. April 2020 gern umsetzen würde.

Gedicht mit sechs Strophen

„Der Künstler soll erkennbar sein“, erklärte Franzbach im Ausschuss. Die lebensnahe Gestaltung soll den Dichter sitzend auf einer der Bänke auf dem jüngst neu gestalteten Platz gegenüber der Mühle zeigen. Der Künstler Erich Büscher-Eilert aus Horstmar soll die Figur erstellen. Auf dem Schoß werde der Bronzedichter ein aufgeschlagenes Buch halten, „in dem das Gedicht abgebildet ist“, so Theo Franzbach, „so groß, dass jeder es lesen kann.“ Sechs Strophen zählt das Gedicht, in dem der Dichter beim Anblick des Mühlrads über die Vergänglichkeit des Lebens sinniert.

Ursprünglich wollte der Verein am sogenannten Tönken, Achter de Stadt, ein Denkmal am historischen Gerichtsplatz errichten lassen. Davon sei man aber abgerückt, sagte Franzbach im Gespräch mit der Redaktion – wegen der negativen Assoziationen. „Da musste ja doch mancher sein Leben lassen.“ Ein Denkmal mit Sockel für den Dichter bei der Wassermühle war bei den Landschaftsarchitekten auf Kritik gestoßen, die den Platz des alten Kriegerehrenmals an der Mühle im Auftrag der Gemeinde neu gestaltet hatten. Diese Variante sei wenig geeignet, „da die Platzgestaltung eine offene Fläche mit klaren Strukturen zum Ziel hat.“ Stattdessen schlug das Büro eine sitzende Skulptur vor.

6000 Euro teurer

Mit 22.000 Euro ist diese Variante zwar 6000 Euro teurer als der erste Entwurf, der Verein wolle aber die Kosten selbst aufbringen, versicherte Theo Franzbach im Ausschuss. „Wir wollen Spender und Sponsoren finden und durch eigene Beiträge und Rücklagen die Kosten decken.“ Der Ausschussvorsitzende lobte dieses Vorhaben ausdrücklich. „Das ist ja immer auch ein Signal an andere Vereine“, sagte er.

Hermann-Josef Schepers warb indes dafür, das Denkmal aus dem Gemeindehaushalt zu bezuschussen. „Es stünde uns ganz gut an, wenn wir einen Beitrag von vielleicht 2000 Euro dazu leisten würden“, sagte er.

Prüfen will die Verwaltung noch, ob es Fördermittel für die Skulptur aus einem neuen Programm des Landesheimatministeriums gibt, so Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff. Der Ausschuss begrüßte das Vorhaben, will nun aber zunächst einen Entwurf sehen. „Kunst liegt immer im Auge des Betrachters“, meinte Jörg Rosery (CDU). Theo Franzbach erklärte, er habe mit dem Künstler bereits über eine Miniatur gesprochen, die er dann präsentieren wolle.

Keine Bedenken

Unklar war zunächst noch, ob die Skulptur womöglich umgekehrt Probleme aufwerfen könnte: Die Bezirksregierung hatte die Umgestaltung des Platzes aus Mitteln der Dorferneuerung gefördert. Er habe da aber wenig Bedenken, erklärte Franz-Josef Weilinghoff. „Die vorgesehene Nutzung des Platzes wird nicht beeinträchtigt“, sagte der Bürgermeister, „abgesehen von dem einen Platz auf der Bank, den die Figur einnimmt, weil man da nicht mehr sitzen kann.“

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