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Markus Janning ist ein Lokalpatriot

Ein Hoch auf Heek und sein Vereinsleben

Heek Fußballtrainer, Schützenpräsident, Job bei der Gemeinde: Markus Janning ist Heeker durch und durch. In Vereinen hat er viele Freundschaften geschlossen – und verheiratet nun sogar seine Kumpels.

Ein Hoch auf Heek und sein Vereinsleben

Als E-Junior begann Markus Janning mit dem Kicken beim SV Heek. Er ist dem Sportverein eng verbunden und hat schon mehrere Vorstandsämter übernommen. Aktuell ist er Jugendobmann und trainiert die B-Junioren sowie die dritte Herrenmannschaft. Foto: Foto: Robert Wojtasik

Wenn Markus Janning durch das Dinkelstadion in Heek schlendert, muss er ziemlich oft anhalten. Abklatschen, Händeschütteln, Smalltalk – so ist das nun mal, wenn man sich seit vielen Jahren im Verein engagiert. Spieler kommen und gehen, Markus Janning hält dem SV Heek auch nach dem Ende seiner aktiven Fußballerlaufbahn die Treue. Er schätzt das Vereinsleben, engagiert sich in vielen Bereichen. Und er kann nicht sonderlich gut „Nein“ sagen.

„Es kommt immer wieder mal vor, dass Markus aus der Not heraus einspringt, weil es keiner machen will“, sagt Martin Kösters. „Es wäre schon sehr schlimm, wenn wir ihn nicht mehr hätten“. Da braucht sich der Geschäftsführer des HSV allerdings keine Sorgen machen. Janning ist so fest mit seiner Heimat und seinem Sportverein verbunden, dass er eher noch mehr Aufgaben übernimmt, als kürzerzutreten.

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Der 30-Jährige kam als E-Junior in den Verein, durchlief sämtliche Jugendjahrgänge und spielte sich bis in die erste Seniorenmannschaft. Vor fünf Jahren beendete er seine aktive Karriere. Seinen ersten Posten im Verein übernahm er mit 16. Als Jugendvertreter kümmerte er sich vor allem um das Passwesen und die Mitgliederverwaltung. „Ich hatte zu diesem Zeitpunkt meine Ausbildung bei der Gemeinde begonnen und dachte, dass das gut zusammen passt“, sagt der Verwaltungsfachwirt, der bei der Gemeinde Heek im Jobcenter arbeitet.

Für Vereinsarbeit habe er sich schon früh interessiert. „Ich hatte einfach Lust, mich aktiv zu beteiligen und zu gestalten, auch gerne in leitenden Positionen.“ Bei Mitgliederversammlungen nur still die Hand zu heben, ist so gar nicht sein Ding. „Sonst macht so ein Vorstandsamt ja auch wenig Sinn.“

„Ich wollte mehr machen“

Nach vier Jahren als Jugendvertreter wurde Markus Janning im Jahr 2008 Jugendgeschäftsführer, „weil ich gerne etwas mehr im Verein machen wollte“. Seit 2016 ist Janning Jugendobmann des HSV und damit Ansprechpartner für alle Nachwuchskicker und ihre Trainer. Und die Lust darauf, mehr zu machen, hat er nicht verloren. Nebenbei trainiert er in dieser Saison die B-Junioren und die dritte Herrenmannschaft. Jugendteams coacht er seit mehr als zehn Jahren ohne Unterbrechung. „Ich finde es wichtig, dass den Jungs in dem Alter Dinge wie Teamwork und Kameradschaft vermittelt werden.“

Janning ist stolz, wenn er als Nachwuchstrainer mit dafür sorgen kann, dass es gute Kicker in die erste Mannschaft schaffen. Die sei schließlich das Aushängeschild des Klubs. Noch wichtiger als die sportliche ist ihm aber die soziale Komponente. „Ich habe durch den Verein viele Freundschaften geschlossen. Es stimmt mich immer positiv, wenn man sich trifft und an die gemeinsame Jugendzeit erinnert.“

Gut Sieben Stunden, meist noch einige mehr, verbringt Janning Woche für Woche am Sportplatz. Klar, dass das Dinkelstadion da bei den ganz persönlichen Lieblingsorten in der Heimat Heek weit oben rangiert. „Ich bin aber auch gerne und oft im Stiegenpark“, sagt der 30-Jährige. „Da ist es naturnah und man kann dort gut feiern.“

Und es ist der Ort, an dem die örtlichen Schützenbrüder regelmäßig zum Vogelschießen antreten. Mit 16 trat Markus Janning dem Junggesellenschützenverein St. Maria Heek bei. Die Schützenfeste hätten ihn natürlich gereizt, sagt er. „Aber ich wollte auch immer im Vorstand mitwirken.“ Fünf Jahre später wählten ihn die Mitglieder in den Vorstand, seit 2017 ist Janning sogar Präsident des Vereins, der heute rund 800 Mitglieder hat. Als solcher leitet er etwa die Mitgliederversammlungen, übernimmt repräsentative Aufgaben und kümmert sich mit seinen Schützenbrüdern um die Organisation der Feierlichkeiten. Und wenn dann auf dem „bunten Abend“, den die Junggesellenschützen anstelle des klassischen Krönungsballs veranstalten, bis zu 1200 Menschen fröhlich feiern, ist das für Janning die größte Belohnung für die ganze Arbeit im Vorfeld. „Das ist dann schon ein echtes Highlight.“ Vor zwei Jahren schoss Janning sogar selbst den Vogel ab.

Umzug war nie ein Thema

Gebürtig kommt Markus Janning aus Ahaus, aber Heek ist für ihn Heimat. Hier ist er zur Grundschule gegangen und hat nach dem Besuch der weiterführenden Schule in Ahaus eine Ausbildung bei der Gemeinde gemacht. „Ich hatte nie das Bedürfnis, in eine Großstadt zu ziehen oder so“, sagt er. „Ich fühle mich in Heek sehr wohl und bin einfach gerne hier.“

Als Standesbeamter darf Janning inzwischen auch Trauungen in der Gemeinde durchführen. Vor einiger Zeit hat er eine entsprechende Fortbildung absolviert. „Das wollte ich damals unbedingt“, sagt er. Um die 20 Paare hat er in den vergangenen drei Jahren vermählt, darunter viele Bekannte: Kollegen vom Stammtisch, seinen Cousin oder zuletzt einen alten Klassenkameraden.

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