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Organist Christian Hubert verlässt Heek

Eine Koryphäe geht

Heek Es ist nicht nur die Orgel, die die Heeker mit Christian Hubert verbinden. Der Kirchenmusiker ist auch Chorleiter. Nun verlässt der 40-Jährige die Gemeinde.

Eine Koryphäe geht

Das Orgelspielen war nur ein kleiner Teil der Aufgaben von Christian Hubert als Kirchenmusiker in der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz. Viel Engagement steckte er auch in die Leitung der verschiedenen Chöre in Heek. Foto: Mareike Meiring

Es sind Christian Huberts Rollen als Organist, Chorleiter, Organisator zahlreicher Konzerte und als aufgeschlossener und gut gelaunter Musiker, die ihn seit seinem Dienstbeginn im Januar 2007 schnell bei den Mitgliedern der Kirchengemeinde Heilig Kreuz bekannt gemacht haben. Im Juni zieht es den 40-Jährigen nun nach Alpen an den Niederrhein, wo er eine volle Stelle als Kirchenmusiker besetzen kann. Wer seine Nachfolge in der Pfarrei antritt, steht noch nicht fest.

Christian Hubert hat schon früh mit der Kirchenmusik begonnen. Bereits mit 14 Jahren spielte er in seiner damaligen Heimat Neuenkirchen die Orgel, als montags der Organist fehlte und der zuständige Pastor ihn kurzerhand ansprach. Das hat ihn nie mehr losgelassen.

Zwar begann Hubert nach der Schule zunächst ein Studium zum Lehrer für Biologie und Religion. Doch ganz glücklich wurde er damit nicht. Also entschied er sich doch noch für die Musik. Mit 30 Jahren begann er in Enschede mit dem Studium der Kirchenmusik, schloss dieses ab und folgte schließlich in Heek als Nachfolger von Manfred Pieper. Zunächst bekleidete er in der Pfarrei eine halbe, dann eine Dreiviertel-Stelle.

Vater war Küster

An die Arbeitszeiten gerade an Wochenenden und Feiertagen hat sich Hubert schnell gewöhnt. „Die habe ich zu schätzen gelernt“, sagt er. Ohnehin sei das nicht neu für ihn gewesen. „Mein Vater war damals Küster“, erzählt er. Zudem ist er in der Pfarrei nicht der einzige an der Orgel. In Nienborg spielt sie zumeist Klaus Halmich, in Ahle Benedikt Homölle. Und in Heek setzt sich stets sein Vorgänger Manfred Pieper an den Platz, wenn Hubert nicht da ist.

Einerseits freut sich Hubert auf die neue Aufgabe. „Es wird sicherlich spannend“, sagt er. Nicht zuletzt, weil in der deutlich größeren Kirchengemeinde St. Ulrich insgesamt sechs Kirchen auf ihn warten. In zweien davon wird er selbst spielen, für die restlichen soll er koordinierend tätig sein. Zudem übernimmt er die Leitung von zwei Kirchenchören und einem Kinderchor.

Dafür lässt der 40-Jährige in Heek viel zurück. Von Beginn an hat er den Cäcilienchor und das Ensemble Cantamus geleitet, den Chor Heilig Kreuz hat er selbst aufgebaut und seitdem in seiner Entwicklung begleitet. Das Orgelspielen sei daher nur ein kleiner Teil seiner Arbeit gewesen. „Am schwierigsten war es, die Literatur für die Chöre auszuwählen“, sagt Christian Hubert. Denn zum einen suchte er immer wieder nach Stücken, die der jeweilige Chor noch nicht gesungen hat. Zum anderen hatte er dann auch stets die Qual der Wahl.

Viele Rückmeldungen

Doch den Job hat er gut gemacht, zeigen die Rückmeldungen, die er in den vergangenen Tagen auf seinen Weggang bekommen hat. „Damit hätte ich nicht gerechnet, es gab viele anerkennende Worte“, sagt er. Deshalb schwingt auch ein wenig Wehmut mit, wenn er an seine Abschlussmesse am 3. Juni denkt. „Ich habe mir hier viel aufgebaut und die Stelle so gestrickt, wie ich sie haben wollte.“

Auch die Orgel aus der Ludgeruskirche wird er wohl zumindest die erste Zeit in der neuen Pfarrei vermissen. In der Kirche in Alpen gebe es zwar seit drei Jahren eine neue Orgel. Doch anders aus sieht es in der Gemeinde Ginderich. „Dort steht eine importierte englische Orgel, an der man noch selbst die Register ziehen muss. Da drücke ich ja eigentlich lieber nur ein Knöpfchen“, sagt Christian Hubert und lacht. Doch auch diese Herausforderung wird er wohl meistern.

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