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Neue Wohnungen an der Altenhammstraße?

Abstand zum Heimathaus könnte Probleme machen

Herbern An der Altenhammstraße will ein Investor neue Wohnungen bauen. Das Problem: Der Abstand zum Heimathaus ist zu gering. Nun müssen die Lokalpolitiker entscheiden. Und auch bei einem weiteren Punkt, der Herbern betrifft, haben sie die Qual der Wahl: Stichwort Kläranlage.

Abstand zum Heimathaus könnte Probleme machen

Auf der Freifläche neben dem Heimathaus in Herbern ist der Bau eines Mehrfamilienhauses geplant. Foto: Arndt Brede (Archiv)

Auf der Freifläche neben dem Heimathaus in Herbern ist der Bau eines Mehrfamilienhauses geplant. Im hinteren Bereich, zur Neuenhammstaße hin, soll ein weiteres Gebäude mit zehn kleineren Wohnungen für Menschen mit Beeinträchtigungen entstehen. Doch die Pläne sind nicht so einfach zu realisieren.

Wohnungen: Sechs statt drei Meter Abstand?

Das geht aus der Vorlage der Gemeinde für die Sitzung des nächsten Bau-, Planungs- und Umweltausschusses hervor. Knackpunkt ist einmal der gültige Bebauungsplan. Der sieht eine „geschlossene Bauweise“ vor. Ein freistehender Bau wie das nun geplante Mehrfamilienhaus an der Altenhammstraße sei nicht erlaubt. Lösungsmöglichkeit: Die Politik ändert den gültigen Bebauungsplan entsprechend.

Doch selbst wenn der Wille dazu bestehen sollte, bleibt immer noch die problematische Nachbarschaft zum denkmalgeschützten Heimathaus. Die jetzigen Pläne sehen einen Abstand von knapp drei Metern vor. Zu wenig, meint die Bauaufsicht des Kreises, mit der sich die Gemeinde Ascheberg abgestimmt hat. Lösung: Der Neubau rückt weiter ab, und zwar auf sechs Meter. Frage ist, ob der Investor seine Baupläne dann noch realisieren kann.

Die Planungspolitiker stehen in ihrer nächsten Sitzung vor der Wahl, eine Änderung des Bebauungsplanes inklusive entsprechender Abstandsfläche auf den Weg zu bringen. Oder den Plan nicht zu ändern und damit das Neubauprojekt zu beerdigen.

Zukunft der Herberner Kläranlage

Auch bei einem weiteren Punkt, der Herbern betrifft, haben die Lokalpolitiker die Qual der Wahl – es geht um die Zukunft der Herberner Kläranlage. Die zwischen 1982 und 1984 gebaute Anlage ist technisch in die Jahre gekommen. Die Betriebserlaubnis läuft Mitte des Jahres 2022 aus.

Daher hat die Gemeinde ein Ingenieurbüro beauftragt, Zukunfts-Perspektiven für die Anlage zu erarbeiten. Fazit der Expertise: „Eine weitere Verlängerung der Erlaubnis ist ohne die Durchführung umfangreicher Ertüchtigungsmaßnahmen zur Verbesserung der Ablauf- und Reinigungsleistung nicht zu erwarten.“

Zwei Alternativen

Auch in diesem Fall stehen dem Bau- und Planungsausschuss zwei Alternativen zur Auswahl:

  • Aufwendige Modernisierung, um die Anlage auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.
  • Rückbau und weitgehende Stilllegung. Stattdessen die Errichtung eines Pumpwerkes sowie der Bau einer kilometerlangen Leitung bis zur Kläranlage Ascheberg.

Was die jeweilige Alternative kostet, sollen die Volksvertreter in der Sitzung erfahren.

Bau- und Planungsausschuss am Donnerstag, 19. April, um 18 Uhr im Ascheberger Bürgerforum an der Dieningstraße 7. Die Sitzung ist öffentlich.

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