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Herberner lebt im Malteserstift St. Benedikt

Bei Karl Herbsthoff kehrt mit 93 Jahren keine Ruhe ein

Herbern In Herbern ist er vielen Bürgern bekannt. Heute ist Karl Herbsthoff mit 93 Jahren einer der ältesten Bewohner des Malteserstiftes St. Benedikt. Und der ehemalige Lehrer der früheren Volksschule und späteren Grundschule unterhält immer noch die Menschen.

Bei Karl Herbsthoff kehrt mit 93 Jahren keine Ruhe ein

Karl Herbsthoff (93) spielt jeden morgen 15 Minuten seine Lieblingsstücke von Beethoven, Mozart oder Haydn am Klavier. Foto: Claudia Hurek

Mit 93 Jahren gehört Karl Herbsthoff zu den ältesten männlichen Bewohnern des Malteserstiftes St. Benedikt. Viele Herberner werden den ehemaligen Lehrer der früheren Volksschule und späteren Grundschule noch kennen.

Seiner Heimat Capelle kehrte er im Jahr 1955 den Rücken, nachdem er in Emsdetten studiert und von 1949 bis 1954 in Essen angestellt war, und zog nach Herbern, wo er dank der Unterstützung des ehemaligen Amtsdirektor Walter Knaden eine Anstellung an der hiesigen Volksschule bekam.

Seit 1985 ist der leidenschaftliche Naturfreund, Organist und talentierter Maler im wohlverdienten Ruhestand.

Keine langen Spaziergänge mehr für 96-Jährigen

Im Jahr 2010 zog er aus gesundheitlichen Gründen gemeinsam mit seiner inzwischen verstorbenen Ehefrau Martha in das Seniorenzentrum im Bakenfelder Weg. „Der Kopf möchte noch vieles, nur der Körper macht da nicht mehr so mit,“ sagt der Pensionär.

Lange Spaziergänge, die er früher so geliebt hat, sind nicht mehr möglich. „Kleine Ausflüge rund um das Haus schaff’ ich aber noch.

Ein wenig Wehmut schwingt hier schon mit. Beobachtete er früher die heimische Vogelwelt draußen in der Natur – unter anderem bei von ihm geführten Wanderungen mit dem Heimatverein – so tut er dies heute von seinem Zimmer aus.

Kunst auf den Fluren des Malteserstiftes

Kleine Blaumeisen machen ihm die große Freude und besuchen täglich die Meisenknödel, die an der Brüstung des Zimmerfensters befestigt sind.

Seinem zweiten großen Hobby, der Malerei, geht er immer noch nach. „Allerdings male ich inzwischen mit Pastellkreide und nicht mehr mit Acryl.“ Viele seiner Bilden verschönern nicht nur seinen persönlichen Bereich, sondern auch die Flure des Malteserstiftes.

Bis vor drei Jahren hat er auch noch den wöchentlichen Gottesdienst auf der Orgel begleitet, dieses Amt hat nun Uwe-Reiner Bochmann übernommen.

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Vom plattdeutschen Singkreis bis Mozart

So ganz ohne Klavierspiel geht es aber dann doch nicht. Jeden Morgen nach dem Frühstück „die beste Mahlzeit des ganzen Tages“, setzt er sich an das Klavier in der ersten Etage und spielt Sonaten von Mozart, Beethoven oder Haydn.

Von 1985 bis 2005 leitete Herbsthoff den plattdeutschen Singkreis des Heimatvereins, der sich einmal monatlich im Pfarrheim getroffen hat. „Das hat immer sehr viel Spaß gemacht. Wir haben nicht nur gesungen, sondern auch viele Dönekes zum Besten gegeben.“

Große Dankbarkeit erfüllt ihn, wenn er auf sein Leben zurückblickt. „Die Urlaube an der Nordsee von Borkum über Norderney bis hin zu Wangerooge gehören zu den besonderen Erinnerungen. Der Höhepunkt unserer Ferien war immer das Bad in der Nordsee.“

Kinder sind dem Ehepaar leider vergönnt geblieben. Zu den regelmäßigen Besuchern gehören Freunde und ehemalige Nachbarn, sowie der Verwandtschaft seiner verstorbenen Ehefrau.

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