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Lotto-Toto Hanschmann an der Südstraße

„Habe nicht einen Tag bereut“: Maria Hanschmann geht in den Ruhestand

Herbern Früher gab es nur Zigarren und Zigaretten, heute auch Lottoscheine und Zeitschriften: Nach 35 Jahren in ihrem Lottolädchen an der Südstraße in Herbern geht Maria Hanschmann zum 1. Juli 2018 in den Ruhestand. Lotto-Toto Hanschmann wird dem kleinen Örtchen aber erhalten bleiben – eine Nachfolgerin ist bereits gefunden.

„Habe nicht einen Tag bereut“: Maria Hanschmann geht in den Ruhestand

Ab dem 1. Juli übernimmt Diana Närdemann (r.). Maria Hanschmann geht nach 35 Jahren in den Ruhestand. Foto: Claudia Hurek

„Ich habe nicht einen Tag bereut“, sagt Maria Hanschmann (64) aus tiefstem Herzen. Am 1. Juli 2018 wird die Inhaberin von Lotto-Toto Hanschmann an der Südstraße ihr Lottolädchen nach 35 Jahren an ihre Nachfolgerin Diana Närdemann (40) übergeben – mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Angefangen mit Zigarren und Zigaretten

Gegründet von ihrem Großvater Theodor direkt am Kirchplatz gab es damals ausschließlich Zigarren und Zigaretten, bis Tochter Paula das Geschäft 1955 übernahm und das Sortiment durch Toto und später auch Lotto und Zeitschriften erweiterte.

1984 gab Paula Brockweber, die sich nach dem Tod des Vaters aus dem Berufsleben zurückgezogen hatte, das Zepter dann wiederum an ihre Tochter Maria Hanschmann weiter. „Ich habe mich bereits als kleines Kind gerne im Geschäft aufgehalten und mitgeholfen“, erinnert sich die gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau, die mit vier Geschwistern aufwuchs.

7-Tage-Woche: „Sonntags kamen immer die Bauern“

Auf Anraten der Lottogesellschaft, die das Geschäft zentraler in der Ortsmitte haben wollte, suchte sie neue Räumlichkeiten – und wurde schließlich auf der Südstraße, dem heutigen Standort, fündig. „Am Anfang hatten wir noch eine 7-Tage-Woche“, erzählt die Lottofrau. „Sonntags kamen in der Zeit von 8 bis 12 Uhr immer die Bauern und haben ihren Zigarrenvorrat für die ganze Woche gekauft.“

Unterstützung bekam sie von Anfang an von Ehemann Karl-Heinz (68), der als selbstständiger Architekt in Ascheberg arbeitet, sowie ihrer Schwester Birgit Kortmann, die sich vor zehn Jahren beruflich veränderte. „Birgit zu ersetzen war gar nicht so einfach.“ Ihren Platz als Teilzeitkraft hat Maria von der Halben eingenommen, die auch die neue Inhaberin in Zukunft unterstützen wird.

Diana Närdemann wagt den Schritt in die Selbstständigkeit

Diana Närdemann hat schon jetzt einige Lehrgänge bei der Lottogesellschaft in Münster absolviert und wird innerhalb der nächsten Monate weiter eingearbeitet. Lebensgefährte Sven sowie die Söhne Til (15) und Max (19) freuen sich über den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit. Die gelernte Zahnarzthelferin hat zuletzt als Buchbinderin in Lüdinghausen gearbeitet.

„Habe nicht einen Tag bereut“: Maria Hanschmann geht in den Ruhestand

Diana Närdemann wird nun nach und nach eingearbeitet. Foto: Claudia Hurek

Für den einzigen Sohn des Ehepaares, der als Marketingmanager arbeitet, stand die Übernahme des Geschäftes nie zur Debatte. „Das wäre nichts für ihn gewesen“, sagt Hanschmann.

„Der Schritt in den Ruhestand wird mir nicht leichtfallen. Aus vielen Stammkunden sind inzwischen Freunde geworden.“ Gerade die ältere Kundschaft komme nicht nur, um Zeitschriften zu holen oder Lotto zu spielen. „Da wird auch schon mal das ein oder andere Pläuschchen gehalten. Auch das wird mir sehr fehlen.“

Glückliche Gewinner und traurige Verlierer

Viele Geschichten rund um glückliche Gewinner und traurige Verlierer innerhalb der letzten Jahrzehnte gäbe es zu erzählen, doch hier herrscht absolute Schweigepflicht.

Aber so viel verrät Maria Hanschmann dann doch: „Einmal hatten wir einen Gewinner mit einer sechsstelligen Gewinnsumme, der sich mit einem dicken Blumenstrauß bei uns bedankt hat.“

Selbst dürfen Inhaber einer Lotto-Annahmestelle im eigenen Geschäft übrigens kein Lotto spielen.

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