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Kolpingsfamilie feiert Stiftungsfest

HERBERN Die Kolpingfamilie Herbern, die 1926 gegründet wurde, begeht am kommenden Sonntag, 29. Juni, ihr eigentliches Stiftungsfest. Ein Rückblick.

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Festzug der Kolpingfamilie zum Stiftungsfest am Kirchplatz.

In der Mitte der damalige neue König der Kolpingsfamilie, Ernst Närdemann.

Ein Blick zurück auf den früheren Glanz des Stiftungsfestes: v.l. Fahnenoffizier Heinz Neuhaus, Königspaar Brunhilde und Ernst Närdemann, Fahnenoffizier August Feldkemper.

In der Mitte der damalige neue König der Kolpingfamilie, Ernst Närdemann.

Das Fest beginnt um 8 Uhr mit dem Besuch der Hl. Messe in der Pfarrkriche St. Benedikt. Danach treffen sich die Kolpingmitglieder im Vereinslokal Hennemann-Streyl zu einem gemeinsamen Frühstück.

Bei einem Preisknobeln können schöne Preise gewonnen werden. Die geplante Familienfahrradtour, die nach Davensberg führt, findet am gleichen Tag statt. Dort gibt es zur Stärkung Kaffee und Kuchen. Der Tag soll in gemütlicher Runde im Gasthof „Zur Brücke“ in Capelle ausklingen.

Gerne erinnern sich die Älteren an die Stiftungsfeste früher, die mit dem so genannten Gänseköppen begangen wurden.

Gänseköppen beim ersten Stiftungsfest

Die Kolpingsfamilie Herbern wurde im Jahre 1926 gegründet. Beim ersten Stiftungsfest, das Peter und Paul stattfand, wurde das erste Gänseköppen durchgeführt und die neue Fahne mitgeführt. Diese Fahnen haben im Fahnenschrank im Pfarrheim einen würdigen Platz erhalten.

Zwangsweise Auflösung

Während der Nazizeit wurde die Fahne, um sie vor der Vernichtung zu bewahren, in einer Zwischendecke im Haus des Malermeisters Willi Mehrung mit anderen Dokumenten versteckt. Am 12. März 1934 wurde die Kolpingfamilie zwangsweise aufgelöst.

Nach dem Zeiten Weltkrieg wurde im Jahre 1948 wieder das Stiftungsfest mit dem Gänseköppen Peter und Paul gefeiert. Es wurde erstmals die Kolping-Königskette getragen, die nicht mehr benötigt, in der Vitrine des Vereinslokals Hennemann einen Ehrenplatz zugewiesen bekommen hat.

Früher ein beliebtes Fest

Bis zur Abschaffung des gesetzlichen Feiertages Peter und Paul wurde das Stiftungsfest immer an diesem Tag gefeiert. Das eigentliche Gänseköppen, bei dem der Königsbewerber mit einem Degen, bei verbundenen Augen versuchen musste, den Hals einer toten Gans, der aus einem Korb hing, abzuschlagen.

Auf Antrag der jüngeren Generation wurde das Gänseköppen, das 1982 zum letzten Mal stattfand, abgeschafft. Andere Versuche, wie Schießen auf einen Holzvogel und andere, hatten nicht mehr den gewünschten Erfolg.

Bis dahin war der Saal der Gastwirtschaft Bathe zum Bersten gefüllt. Einige Jahre wurde sogar an dem großen Saal angebaut.

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Festzug der Kolpingfamilie zum Stiftungsfest am Kirchplatz.

In der Mitte der damalige neue König der Kolpingsfamilie, Ernst Närdemann.

Ein Blick zurück auf den früheren Glanz des Stiftungsfestes: v.l. Fahnenoffizier Heinz Neuhaus, Königspaar Brunhilde und Ernst Närdemann, Fahnenoffizier August Feldkemper.

In der Mitte der damalige neue König der Kolpingfamilie, Ernst Närdemann.

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