Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Priesterjubiläum von Pater Jenkner

Pater Jenkner ging schon mit elf Jahren zu den Hiltruper Missionaren

Ascheberg Der Hiltruper Missionar Stefan Jenkner ging mit elf Jahren ins Internat. Vor 50 Jahren wurde er zum Priester geweiht. Das gilt es nun zu feiern.

Pater Jenkner ging schon mit elf Jahren zu den Hiltruper Missionaren

Pater Joachim Jenkner (stehend r.) bei einer Veranstaltung im Lamberuts-Pfarrheim vor einigen Jahren. Foto: Tina Nitsche

Mit zweieinhalb Jahren flüchtete der heute 76-Jährige gemeinsam mit seiner Mutter, seiner Schwester und seinem Bruder nach Schleswig-Holstein – zur Schwester seiner Mutter. Das war 1944. Sie wohnten damals in der Nähe von Breslau. „Mein Vater hatte Angst. Haut ab, die Russen kommen“, so habe er seine Frau und Jenkners Mutter aufgefordert. Wenige Monate später starb sein Vater.

Die Begegnung mit einem Hiltruper Missionar in seiner neuen Heimat prägte sein Leben und führte ihn nach Münster. Es war ein Freund des damaligen Pfarrers in Bad Segeberg, er feierte das Primizamt und sprach den Jungen an. „Ich war damals Messdiener.“

Die Mutter sagte: „Meinetwegen.“

Der Ordensbruder fragte ihn, ob er nicht Lust habe, nach Hiltrup ins Internat zu kommen. „Ich lief über den Kirchplatz und fragte meine Mutter.“ Sie war einverstanden. „Meinetwegen“, sagte sie. Ein Jahr später besuchte er das Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Münster, machte das Abitur, studierte und 1968 folgte die Priesterweihe. In der St. Clemens-Gemeinde in Hiltrup war er 15 Jahre in der Jugendarbeit tätig und 25 Jahre Pfarrer.

Als Seelsorger ist er vielen Menschen begegnet. „Mich hat der Mensch immer neugierig gemacht“, sagt er. Er lernte die unterschiedlichsten Gemütsebenen kennen. Freude, Trauer, Verliebtheit. Das Zusammensein mit Kindern hat ihm am meisten Spaß gemacht. „Mit Kindern ging es immer fröhlich zu.“

Am Samstag, 21. April, feiert Pater Joachim Jenkner um 17 Uhr sein Goldenes Priesterjubiläum in der St. Lambertus-Kirche zu Ascheberg.

Vor sechs Jahren hatte die Kirchengemeinde St. Lambertus bei den Hiltruper Missionaren nachgefragt, ob einer der Ordensbrüder in Ascheberg aushelfen könne. Pfarrer Carsten Franken hatte die Gemeinde verlassen. „Ich habe mich gemeldet“, sagt er. „So konnte ich doch in der Nähe von Hiltrup bleiben.“

In seinem Terminkalender standen Gottesdienste, Taufen, Beerdigungen, seelsorgerische Gespräche. Könnten Sie mal für ein Gespräch vorbeikommen?, so wurde er oft spontan angerufen.

Sein Leben war von Schicksalsschlägen geprägt

Sein Leben war schon früh von Schicksalsschlägen geprägt, mit 17 Jahren war er Vollwaise, seine Geschwister starben ebenfalls früh. Doch er klagt nicht. „Das Gewesene hat mich geprägt und diese Prägungen begleiten mich.“

Er bemühe sich, sie in ein erfülltes Leben umzumünzen. Sein Motto: „Im Augenblick zu leben, denn die Zukunft ist offen.“


Zumindest die nahe Zukunft ist für ihn bestimmt. Am 1. Juli 2018 endet sein Engagement in Ascheberg, dann geht er zurück zu seiner Familie, den Ordensbrüdern. Mit seinen 76 Jahren ist er von den derzeit zwölf Ordensbrüdern der Zweitjüngste, der Älteste ist 95 Jahre. Sie brauchen ihn. „Ich werde ihnen zur Hand gehen.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

„Stadtradeln“ 2018 erstmals in Ascheberg

Ascheberg fährt 14.697 Kilometer mit dem Rad

Ascheberg Die Radfahrer der Gemeinde Ascheberg haben bei der Klima-Aktion „Stadtradeln“ vom 1. bis zum 21. Mai insgesamt 14.697 Kilometer zurückgelegt. Der Platz, den Ascheberg damit unter den neun teilnehmenden Kreiskommunen belegt, ist allerdings weniger erfreulich.mehr...

Nach schwerem Verkehrsunfall auf der B54 bei Herbern

Einjähriges Kind schwebt weiter in Lebensgefahr

Herbern Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der B54 zwischen Werne und Herbern schwebt ein einjähriges Kind weiter in Lebensgefahr. Die anderen vier schwer verletzten Personen werden noch intensivmedizinisch behandelt. Am Dienstagabend waren zwei Autos auf der Landstraße frontal zusammengestoßen. Die Ermittlungen dauern an.mehr...

Kita-Kinder helfen im Bauerngarten Herbern aus

Kleine Helfer packen im Bauerngarten kräftig mit an

Herbern Tatkräftige Unterstützung: Neun Kinder der Bauernhof-AG der Kita St. Hildegardis packten nun fleißig mit an, um den Bauerngarten des Heimatvereins Herbern zu bepflanzen. Am Ende gab es für die kleinen Helfer auch ein Geschenk.mehr...

Geplanter Neubau der Fachklinik Release in Herbern

„Nach den Sommerferien wollen wir abreißen“

Herbern Noch in diesem Jahr soll der erste Spatenstich für den Neubau der Fachklinik Release gesetzt werden. Klinikleiter Denis Schinner zeigt sich optimistisch. Allerdings hat der Kreis Coesfeld bis jetzt noch nicht sein „Go“ erteilt.mehr...

Friedhof in Ascheberg verunstaltet

Polizei: „Verharmlosen wollen wir das nicht“

Ascheberg Mit einem bizarren Zeichen haben Unbekannte den Ascheberger Friedhof verunstaltet. Die Polizei ermittelt nun wegen Störung der Totenruhe. Friedhofsgärtner Bernd Heitmann hat das Symbol entdeckt. „In meinen 25 Jahren als Friedhofsgärtner habe ich so etwas noch nicht erlebt“, sagt er.mehr...

Jugend- und Integrationstreff in Herbern

Soziales Bürgerhaus öffnet mitten im Herberner Ortskern

Herbern Die ehemalige Metzgerei Berger an der Südstraße in Herbern hat sich in ein modernes Haus für viele soziale Gruppen verwandelt. Zur Eröffnung knallten am Donnerstag die Sektkorken. Hier gibt es die Fotos.mehr...