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Mögliches Verbot in der Diskussion

„Einsatz von Glyphosat ist die Ausnahme“

Kirchhellen BUND, Grüne und ÖDP wenden sich mit einem Brief an den Bottroper Oberbürgermeister Bernd Tischler und wünschen sich ein Verbot von Glyphosat. Dies wird am 24. April im Rat diskutiert.

„Einsatz von Glyphosat ist die Ausnahme“

Weiterhin umstritten: der Wirkstoff Glyphosat dpa Foto: picture alliance / Patrick Pleul

Die Frage, ob Glyphosat krebserregend ist und inwieweit es der heimischen Insektenwelt schadet oder eben nicht, konnte von Experten und Verbänden bisher nicht klar beantwortet werden. Fakt ist jedoch, dass die EU das Herbizid Ende vergangenen Jahres um weitere fünf Jahre zugelassen hat. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Grüne und ÖDP fordern nun trotzdem ein Verbot von Glyphosat und glyphosathaltigen Pestiziden auf etwa 100 Hektar städtischer Flächen, die an Landwirte verpachtet sind.

Dafür haben sie einen Antrag gestellt, der am 24. April (Dienstag) im Rat diskutiert wird. „Ich persönlich halte nichts von diesem Verbot und finde den Antrag überflüssig“, erklärt Friedrich Steinmann, Kirchhellener Landwirt und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Recklinghausen. „In Kirchhellen und Umgebung ist der Einsatz von Glyphosat die Ausnahme, nur wenige Landwirte nutzen es. Wir lehnen es beispielsweise bei der Ernteerleichterung grundsätzlich ab, aber in anderen Situationen ist der Einsatz durchaus sinnvoll.“ Eine solche Situation sei unter anderem die Gründlanderneuerung.

Kompromiss ausgehandelt

Dabei haben die Landwirte  mit den Fachbereichen Immobilienwirtschaft sowie Umwelt und Grün bereits einen Kompromiss ausgearbeitet. Der besagt, dass das Pflanzenschutzmittel nur im Einzelfall und „nur nach Empfehlung durch den Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW“ eingesetzt werden darf.

Kirchhellen. Die Kiebitze im Baugebiet Dorfheide sind durch die Bauarbeiten nicht gefährdet. Dies wird durch laufende Kontrollen sichergestellt. Den standorttreuen Vögeln wird die Brut und Aufzucht ihrer Küken somit ermöglicht.mehr...

„Im Vergleich zu einem grundsätzlichen Verbot könnten wir mit einem solchen Kompromiss gut leben“, so Steinmann weiter. „Das Problem ist, dass ein eigentlich zugelassenes Produkt nun doch verboten werden soll.“ Das ist aber, zumindest bei neuen Pachtverträgen, durchaus möglich, da die Stadt der Eigentümer ist und den Pächtern den Einsatz von Glyphosat verbieten kann. Bei bestehenden Verträgen ist dies nicht möglich.

Dauerhafter Austausch

Der Antrag von BUND, Grüne und ÖPD wird nun im Rat diskutiert. Sigrid Lange, Bezirksvertreterin der Grünen in Kirchhellen, sei es wichtig, Landwirte nicht vor den Kopf zu stoßen. Sie sieht aber rund um den Einsatz von Glyphosat noch deutlichen Verbesserungsbedarf: „Wir wünschen uns einfach, dass ein dauerhafter Austausch mit den Landwirten stattfindet. Es muss ein allgemeines Umdenken geben und ein Kollektiv geschaffen werden, sodass gemeinsam an einem Strang gezogen wird.“

Hauptgrund für das Verbot von Glyphosat ist für Lange der Artenschutz: „Der Bestand zahlreicher Insekten ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, deshalb wollen wir entsprechende Richtlinien flächendeckend in der Politik verankern — im Einvernehmen mit den Landwirten.“

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